FC St. Pauli

St. Pauli-Test in Emden: Zwei Profis fallen aus, zwei sind wieder fit

St. Paulis Adam Dzwigala im Testspiel bei Altona 93
Adam Dzwigala war nach der Pause in Altona (hier Gianluca Przondziono) Kapitän. In Emden muss er angeschlagen passen.

Am Samstag steht für den FC St. Pauli das zweite Vorbereitungsspiel auf dem Programm. Vier Tage nach dem 6:2 von Altona gastiert der Kiezklub bei Regionalligist BSV Kickers Emden.

Schwere Beine werden billigend in Kauf genommen: Rund 29 Stunden nach einer Marathon-Trainingseinheit an der Kollaustraße vom Freitag gibt der FC St. Pauli seine Visitenkarte bei Regionalliga-Vertreter BSV Kickers Emden ab. Anpfiff in Ostfriesland ist um 18 Uhr, wobei zwei Profis eben diesen nicht vor Ort erleben werden.

„Adam Dzwigala hat Probleme mit der Wade“, erklärte Trainer Marcel Rapp das Fehlen des Polen bei der Übungseinheit. „Das ist nichts Gravierendes, aber für das Spiel ist er aller Wahrscheinlichkeit nach raus.“ Selbiges gilt für einen zweiten Innenverteidiger: Jannik Robatsch hatte bereits das 6:2 am Dienstag bei Altona 93 verpasst. Wobei man beim Österreicher, der am Freitag individuell belastet wurde, bereits Entwarnung geben kann, erläuterte Rapp: „Er wird nächste Woche zurückkommen, so dass man sehr zufrieden sein kann mit dem Stand der Verletzten.“

Manolis Saliakas und Tomoya Ando werden in Emden spielen

Denn ein langer Ausfall droht niemandem, vielmehr werden in Emden zwei Akteure wieder dabei sein, die an der Adolf-Jäger Kampfbahn noch hatten passen müssen. „Manolis Saliakas und Tomoya Ando werden spielen“, kündigte Rapp freudestrahlend an. Und auch die designierte Nummer eins, Ben Voll, wird seinen Einstand in der noch so jungen neuen Saison geben.

St. Pauli mit Marathon-Trainingseinheit am Freitag

Sehr wahrscheinlich wird dem Zweitligisten nicht alles gelingen im Ostfriesland-Stadion, was normal ist nach gerade einmal neun Tagen Vorbereitung und mit einer recht intensiven Einheit vom Vortag in den Knochen. Die dauerte rund 130 Minuten, wobei die letzten 45 auf Standard-Übungen fielen. Davor aber war es bei Laufbelastungen und in einer Turnier-Spielform heftig zur Sache gegangen, zudem wurde die Positionierung und das Auslösen beim Pressing trainiert. Das wird im Spiel auch eine der primär umzusetzenden Prämissen sein.

„Wir versuchen, Dinge zu trainieren, und dann haben wir Spiele wie zuletzt gegen Altona. Dann bekommen wir Bilder, was war gut, was war schlecht, und so wird sich das die ganze Vorbereitung über durchziehen“, kündigte Rapp an. „Jetzt am Anfang setzen wir ein paar Schwerpunkte, nachher wird es immer komplexer. Das ist ja klar.“ Und das gegen Kontrahenten, die stetig an Niveau gewinnen von der Klasse her. Auf Oberligist Altona folgt der völlig neu formierte Regionalligist Emden, kommenden Samstag geht es zum etablierten Nordost-Viertligisten Babelsberg. 

Marcel Rapp hatte wenig Einfluss auf St. Paulis Vorbereitungsplan

„Das ist schon gewollt“, sagte Rapp, schränkte aber ein: „Mit dem Vorbereitungsplan habe ich eher weniger zu tun gehabt.“ Vorgänger Alex Blessin war für viele Dinge noch maßgebend gewesen, Rapp selbst hätte ansonsten wohl mehr Tests anberaumt. So wie der Kick in Altona, der nachträglich organisiert werden konnte, „weil es mir wichtig war, nochmal zu spielen“. Und zwar „nicht gegen Real Madrid, aber auch nicht gegen eine Mannschaft, die komplett unterlegen ist“.

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