St. Paulianer feiert endlich Debüt: So lief Eric Smiths Schweden-Einstand
Es hat gedauert. Lange. Sehr lange. 29 Jahre, vier Monate und drei Wochen, um genau zu sein, hatte Eric Smith warten müssen, bis er endlich sein Debüt in der Nationalelf seines Heimatlandes geben durfte. Angesichts der Vorgeschichte ist es aber nur logisch, dass für St. Pauli-Abwehrchef viel Luft nach oben blieb am Montagabend.
Schwedens Nationalcoach Graham Potter hatte Smith beim WM-Vorbereitungsspiel in Norwegen sogar in der Anfangsformation von der Leine gelassen. Mit der Rückennummer 20 wurde der St. Pauli-Profi auf der Position links in der Dreierkette eingesetzt. Eine ungewöhnliche Rolle für den Mann, der in Hamburg eigentlich immer nur zentrale Figur war, ob nun in der Abwehr oder im Mittelfeld.
St. Pauli-Profi Eric Smith spielte links in der Dreierkette
Entsprechend war es folgerichtig, dass Smith sich schwertat. Zum einen in seiner Funktion, zum anderen angesichts einer Mannschaft, die keinerlei Kompaktheit zustande bekam und von Beginn an in jeder Hinsicht heillos überfordert wirkte. Und das, gleichwohl Norwegen komplett auf Erling Haaland verzichtete, der in Zivil auf der Tribüne weilte. Aber auch ohne ihren Superstar kamen die Hausherren in Halbzeit eins zu drei Toren.
Eric Smith kann Norwegens Tore nicht verhindern
Bei der Führung durch Jörgen Strand Larsen war Smith Teil einer mehr oder minder zuschauenden schwedischen Abwehr (8.), am 2:0 durch Leipzigs Antoni Nusa hatte der St. Paulianer hingegen keinerlei Aktien (18.). Beim dritten Gegentreffer hingegen, abermals durch Strand Larsen nach einem Eckball, wirkte der Blondschopf zumindest wenig konsequent. Aber wie erwähnt, er hatte es als Debütant auch wirklich schwer, in einer disharmonischen Gruppe positive Akzente zu setzen. Immerhin kamen 24 seiner 25 Pässe an, ehe er zur Pause – wie sechs weitere Feldspieler – ausgewechselt wurde.
Das könnte Sie auch interessieren: Was aus St. Paulis früheren Trainern wurde
Am Ende gelang den Gästen in einer weniger einseitigen zweiten Hälfte noch der Ehrentreffer zum 3:1-Endstand durch Alexander Isak (76.). Und: Smith überstand seinen Einstand offensichtlich bar jeder Blessur oder Verletzung. Das darf und muss erwähnt werden, wo ihm das Schicksal schon so oft einen Strich durch die Nationalelf-Rechnung gemacht hatte. Der St. Pauli-Profi wird mit zur WM fahren. Und das ist unterm Strich weit wichtiger als das Resultat eines – wenngleich besonderen – Testspiels.
Anmerkungen oder Fehler gefunden? Schreiben Sie uns gern.