Oleg Skakun trifft für St. Pauli in Emden

Oleg Skakun gelang der Siegtreffer für St. Pauli in Emden. Foto: IMAGO/Jens Doden

St. Paulis Partycrasher lassen Fabian Boll und Co. zittern

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Zwischen Wahrnehmung und Realität klafft gern einmal eine immens große Lücke. Dass es bei der U23 des FC St. Pauli in der Regionalliga generell nicht so fürchterlich gut läuft, ist unbestritten. Doch das Gefühl, die Mannen von Coach Karsten Neitzel könnten längst für die neue Oberliga-Saison melden, ist ein grundverkehrtes. Spätestens seit dem vergangenen Wochenende.

Es ist noch keinen ganzen Monat her, da ging der St. Pauli-Nachwuchs auf heimischem Platz mit 0:5 gegen den direkten Abstiegskonkurrenten aus Schöningen unter. Viele hatten im Geiste da bereits den Haken hinter die Zukunft der Mannschaft gesetzt, deren Auflösung aber auch dann kein Thema geworden wäre. Doch drei Partien und sieben Punkte später ist die braun-weiße Welt sehr viel mehr in rosa getunkt.

St. Pauli crasht Emdener Geburtstagsparty

Ein spätes Tor von Oleg Skakun am Samstag in Emden ließ alle Dämme brechen. Nicht die der Kickers wohlgemerkt, die anlässlich ihres 80. Geburtstags großartige 4900 feierwütige Fans im Ostfriesland-Stadion begrüßen durften, sondern bei den Gästen. In der 82. Minute war dem St. Pauli-Offensivmann der Treffer des Tages geglückt, der die Kulisse verstummen ließ und die Ausgangsposition der Hamburger zudem radikal zum Positiven hin veränderte.

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Zwar steht die U23 von St. Pauli immer noch auf Rang 16, der am Ende – wenn dem TSV Havelse in der 3. Liga nicht noch ein kleines Weltwunder in Form des Klassenerhalts glückt – den Gang in die Oberliga zur Folge hätte. Doch der Rückstand aufs rettende Ufer beträgt nur noch einen Zähler. Und das bei zwei Spielen weniger als Hauptkontrahent Eintracht Norderstedt.

Ex-St. Paulianer Fabian Boll in Nöten

Dort haben in Jörn Großkopf und Fabian Boll bekanntlich zwei ehemalige St. Pauli-Profis das Sagen auf der Trainerbank, trotzdem ist man seit sieben Partien sieglos. Mit Schöningen, dem Tabellenvorletzten aus Lohne (mit Ex-Kiezkicker Luca Zander) und dem ebenfalls noch stark gefährdeten HSC Hannover tritt die Eintracht in den letzten fünf Partien noch auf drei Kellerkinder.

Auf den Kiezklub warten noch zwei wichtige Derbys

Auf St. Pauli hingegen warten fast nur noch hohe Hürden wie der designierte Meister SV Meppen am letzten Spieltag oder jetzt am Wochenende der VfB Oldenburg vom ehemaligen Kiezkicker Sebastian Schachten. Aber: In den Derbys bei Schlusslicht Altona 93 (2. Mai) und zu Hause gegen die HSV-Reserve zehn Tage später kann die Neitzel-Elf, der nach der jüngsten Erfolgsserie wieder viel zuzutrauen ist, wichtige Zähler sammeln.

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