St. Pauli-Noten nach Drama in Dortmund: Ein Kiezkicker sticht positiv heraus
Viel bitterer kann es nicht laufen. Der FC St. Pauli kam bei Borussia Dortmund nach einem 0:2-Rückstand zurück, glich aus, hätte sich den Punkt verdient gehabt und kassierte in der fünften Minute der Nachspielzeit durch einen komplett unnötigen Strafstoß noch das Tor zur 2:3-Niederlage. St. Pauli rutscht damit auf den letzten Tabellenplatz, dabei war die Leistung beim BVB durchaus ordentlich, was auch die MOPO-Einzelkritik unterstreicht.
Vasilj: Zeigte in der Anfangsphase einige Unsicherheiten, die sein Team in Gefahr brachten, wurde ansonsten selten voll gefordert und zu Paraden gezwungen und agierte nach der Pause sicherer. Beim Strafstoß in der richtigen Ecke, aber chancenlos. Note 4
Dzwigala: Mal wieder ein stabiler Auftritt des Defensivallrounders. Seine Auswechslung hatte wohl eher den Grund, dass Winter-Zugang Ando endlich Pflichtspielminuten sammeln soll. Note 3,5
64. Ando: Spielte so abgeklärt, als wenn er schon Monate da ist. Seine Körperlichkeit und Kopfballstärke fallen auf. –
Wahl: Souveräner Auftritt als Abwehrchef. Seine Riesen-Rettungstat auf der Linie (13.) bewahrte St. Pauli vor dem frühen Rückstand. Note 2,5
Mets: Knallhart in den Zweikämpfen und an der Grenze der Emotionen. Lieferte sich ein heißes Privatduell mit Adeyemi mit Nickligkeiten und Wortgefechten. Note 3,5
Pyrka: Der gerade in der Anfangsphase furiose Pole konnte nach einem harten Foul von Schlotterbeck zum Glück weitermachen und sorgte dafür, dass über Dortmunds linke Seite nicht viel Gefahr kam. Note 3
Sands: Lange eher unauffällig und effizient, dann schraubte er sich zum Kopfball hoch und mit dem Tor ins Rampenlicht. Verdienter Lohn für die harte Arbeit. Note 2,5
Smith: Spielte erneut im defensiven Mittelfeld, war sehr präsent, obwohl er früh mit Gelb belastet war. Leitete viele gute Angriffe ein und lieferte überragende Standards – wie vor den beiden Toren. Bester Kiezkicker. Note 2
Ritzka: Besonders in den direkten Duellen zunächst extrem griffig und nah am Mann, ließ sich aber vor dem ersten Gegentor zu leicht von Adeyemi überlaufen. Wie so oft war nach einer guten Stunde Feierabend. Note 4
64. Oppie: Kam in einer heißen Phase und fügte sich nach hinten wie nach vorne gut ein. –
Pereira Lage: St. Paulis Dauerläufer ging extrem weite Wege und sammelte Fleißpunkte. Hätte mit dem Ball in einigen Situationen gefährlicher agieren können. Klärte einen wichtigen Ball in der Nachspielzeit und musste kurz danach erleben, dass das nicht viel wert war. Note 3,5
Fujita: Hatte einen unglaublichen Aktionsradius zwischen beiden Strafräumen. Traf mit dem Ball die eine oder andere falsche Entscheidung, aber war bei der Aufholjagd und beim Verteidigen des Unentschiedens ein Vorkämpfer. Note 2,5
Kaars: Bei seinem Startelf-Comeback sofort im Spiel und mit einigen guten Aktionen und Pässen, die zu Torschüssen führten. Kam selbst nicht in gefährliche Abschlusssituationen und baute körperlich ab. Note 3,5
64. Jones: Nach dem Startelf-Debüt gegen Wolfsburg war der Sprinter wieder Joker – und stach. Ein technisch anspruchsvoller Treffer zum Ausgleich, Saisontor Nummer zwei. Am Ende der Unglücksrabe, weil er den Elfer verursachte – und das völlig unnötigerweise. Note 3,5