St. Pauli-Noten nach dem Dämpfer gegen Stuttgart: Ein Trio kassiert eine Fünf

Danel Sinani, James Sands und Hauke Wahl reagieren enttäuscht auf das Tor zum 0:2
Für Danel Sinani, James Sands und Hauke Wahl war in Stuttgart nichts zu holen.

Es war der erste Dämpfer in der bislang so starken Saison des FC St. Pauli. Der Kiezklub verlor verdient mit 0:2 (0:1) beim VfB Stuttgart. Gegen einen starken Gegner kam das Team von Trainer Alexander Blessin nicht so zur Entfaltung wie in den vergangenen Wochen, was sich auch in der MOPO-Einzelkritik niederschlägt:

Vasilj: Der letzte Mann war noch der Beste. Machte seinem Namen als Elfer-Killer der Liga mal wieder alle Ehre. Beim 0:1 aus kurzer Distanz ohne Chance, beim 0:2 hätte er drei Meter groß sein müssen, um an den Ball zu kommen. Wurde von seinen Vorderleuten zu oft allein gelassen. Verhinderte überragend das 0:3 gegen Demirovic. Note 1,5

Wahl: Auch ein Hauke Wahl kann nicht immer Mr. Zuverlässig sein. Der sonst so souveräne und ruhige Routinier schaffte es nicht, der wackelnden Defensive Halt zu geben, traf einige falsche Entscheidungen. Note 4,5

Smith: Ein ganz bitterer Abend für den Kapitän. Verursachte unglücklich den Elfer, wenngleich dieser sehr umstritten war, ließ sich vor dem Stuttgarter 1:0 von Demirovic austanzen und kam beim 0:2 zu spät, weil aber die Zuordnung insgesamt nicht passte. Note 5

Dzwigala: Haute sich wie immer voll rein, hatte aber wie seine Mitstreiter in der Abwehrkette keinen guten Tag und war nicht immer dort, wo er sein sollte. Note 4,5

82. Ritzka: Erfüllte seine Aufgabe, als das Spiel schon gelaufen war.

Saliakas: Sein Startelfdebüt hatte sich der Grieche ganz anders vorgestellt. Er war lange fast ausschließlich defensiv gefordert und stand nicht immer richtig, konnte erst spät auch im Vorwärtsgang ein paar Akzente setzen, bevor die Kräfte schwanden. Note 4,5

82. Pyrka: Machte wie Ritzka seinen Job in den letzten Minuten.

Sands: Das wohl schwächste Spiel des US-Amerikaners im St. Pauli-Trikot. War in vielen Zweikämpfen zu spät dran, was ihm früh die Gelbe Karte einbrachte (40.). Wirkte nicht spritzig und wach genug. Nach der Pause etwas stabiler. Note 5

Fujita: St. Paulis Schaltzentrale konnte weder dem Spiel gegen den Ball, als auch dem mit dem Ball seinen Stempel derart aufdrücken wie zuletzt, war aber noch einer der besseren Kiezkicker. Note 3

Oppie: Nicht immer auf der Höhe des Geschehens und nah genug am Mann, zudem mit einigen ungenauen Pässen. Hing auch beim 0:1 mit drin. Machte trotzdem nach vorne immer wieder Druck und hatte großes Pech bei seinem Lattentreffer. Note 4

Houndtondji: Nach einem schwungvollen Beginn mit einigen guten und gefährlichen Aktionen war nur noch wenig und nach der Pause fast gar nichts mehr zu sehen vom Torjäger. Note 5

61. Kaars: Tauchte gleich bei seinem ersten Ballkontakt gefährlich vor der VfB-Kiste auf. Leider seine einzige richtig gute Offensivaktion.

Sinani: Gegen Augsburg noch gefeierter Siegtorschütze, gelang ihm diesmal nur wenig. Schaffte es zu selten, das Spiel an sich zu reißen und den Angriffsbemühungen Struktur und Klarheit zu geben. Gegen den Ball oft einen Schritt zu spät. Angeschlagen vorzeitig raus. Note 4,5

74. Metcalfe: Mühte sich, aber hing als zentraler Mann hinter dem Spitzen oft in der Luft, wenngleich er einige gute Aktionen hatte.

Pereira Lage: Fast eine Kopie des Houndtondji-Auftritts, was die Leistungskurve während des Spiels angeht. Da passte es, dass auch der Linksaußen nach einer guten Stunde ausgewechselt wurde. Er wirkte nach den Energieleistungen in den ersten drei Spielen nicht ganz frisch und spritzig. Zudem hatte er einige Male auf die Socken bekommen. Note 4

61. Afolayan: Sorgte für Belebung, holte sich aber nach wenigen Minuten Gelb ab, weil er sich zu sehr darüber ärgerte, dass ein vermeintliches Foul an ihm nicht geahndet wurde. Die Verwarnung von Schiri Stegemann war übertrieben. Verpasste den Anschlusstreffer.

Es war der erste Dämpfer in der bislang so starken Saison des FC St. Pauli. Der Kiezklub verlor verdient mit 0:2 (0:1) beim VfB Stuttgart. Gegen einen starken Gegner kam das Team von Trainer Alexander Blessin nicht so zur Entfaltung wie in den vergangenen Wochen, was sich auch in der MOPO-Einzelkritik niederschlägt: