St. Pauli-Noten in Stuttgart: Zwei Einser nach Sensation beim Champions-League-Klub
Es war die beeindruckendste Saisonleistung des FC St. Pauli und der überraschendste Sieg in dieser Saison. Mit dem fast schon letzten Aufgebot waren die Kiezkicker zum VfB Stuttgart gereist und gewannen erstmals überhaupt in der Bundesliga bei den Schwaben. Der 1:0 (1:0)-Erfolg beim Champions-League-Teilnehmer, er war das Ergebnis einer ganz starken Leistung des Kollektivs. Wer aus diesem noch besonders herausragte, lesen Sie in der MOPO-Einzelkritik:
Vasilj: Egal, was die Stuttgarter auch versuchten, bei ihm war immer Endstation. Bärenstarke Vorstellung! Note 1,5
Nemeth: Hat sich im Team festgespielt. Diesmal auf der rechten Seite der Dreierkette ein stabilisierender Faktor. Note 2
Wahl: Als Smith-Vertreter zentral unterwegs. Starker Block gegen Demirovic (45.+2) und viele knallharte Duelle mit dem sehr agilen Woltemade. Note 2,5
Ritzka: In ungewohnter Rolle als Innenverteidiger mit einer starken Vorstellung. Nahezu fehlerfrei, bis die Kräfte schwanden. Note 2,5
70. Dzwigala: Setzte die Arbeit von Ritzka nahtlos fort. –
Saliakas: Undankbare, nahezu unlösbare Aufgabe, die starke linke VfB-Seite mit Mittelstädt und Führich auszubremsen. Wuchtete aber alles rein. Note 2,5
Irvine: Hatte sich den glücklichen Assist bei Eggesteins Treffer mit unbändigem Einsatzwillen verdient. Gab noch einmal alles, was in ihm steckte. Note 2
Boukhalfa: Auch bei ihm ist die Brust mit der Zeit immer breiter geworden, was er mit einer tadellosen Vorstellung am Neckar demonstrierte. Note 2,5
Treu: Prima Partie, in der er den Ex-HSVer Vagnoman dergestalt aus dem Spiel nahm, dass der früh Feierabend hatte. Auch danach weiter stabil. Note 1,5
Guilavogui: Wie sehr er gegen Bremen gefehlt hat, wurde in Stuttgart deutlich. Legte Eggesteins erste Möglichkeit auf (9.), offensiver Unruheherd, vor allem aber gegen den Ball wichtig. Note 2,5
81. Ahlstrand: Brachte den Vorsprung mit über die Zeit. –
Eggestein: Machte im Grunde ein prima Spiel mit seinem Führungstreffer als Krönung. Vergab mit dem Strafstoß die große Chance aufs 2:0 – zum Glück fiel das am Ende nicht mehr ins Gewicht. Note 2,5
70. Sinani: Bereitete noch eine Torchance vor. –
Afolayan: Hatte einerseits Anteil daran, dass der VfB über seine Seite offensiv kaum stattfand, und setzte nach vorne immer wieder Nadelstiche. Verpasste beim Pfostenschuss (80.) den verdienten Lohn. Note 2
90.+2 Albers: Kam erst in der Nachspielzeit und hatte trotzdem noch fünf Ballaktionen. –