St. Pauli-Noten in Leipzig: Aus einem stark verbesserten Team kann keiner herausragen

St. Pauli-Profis Andreas Hountondji, Jackson Irvine, Martijn Kaars und Eric Smith sind enttäuscht in Leipzig
Ernüchterung bei den St. Pauli-Profis Andreas Hountondji, Jackson Irvine, Martijn Kaars und Eric Smith (v.l.) nach der 1:2-Pleite in Leipzig.

Wieder keine Punkte für den FC St. Pauli. Beim 1:2 in Leipzig war der Kiezklub zwar nah dran, kam am Ende aber nicht mehr ran – und steht abermals mit leeren Händen da. Das schlägt sich auch in den MOPO-Noten nieder: Viele Kiezkicker zeigten eine solide Leistung, herausstechen konnte aber keiner so richtig. Hier gibt es alle Noten im Überblick.

Vasilj: Verhinderte gegen Baumgartner das frühe 0:1 (8.), bei beiden Gegentoren dann ohne Chance. Ansonsten sicher und mehrfach auf dem Posten. Note 3

Ando: Die Bank in St. Paulis Abwehrkette. Konnte sich nicht über mangelnde Beschäftigung beklagen und bekam es ein ums andere Mal mit RB-Granate Diomande zu tun (den er einmal seinerseits austanzte), blieb zumeist Sieger. Auf Ando ist Verlass. Note 2,5

Smith muss ins St. Pauli-Abwehrzentrum rücken

Smith: Zuletzt als Sechser aufgeboten, rückte der Schwede nach dem Wahl-Ausfall zurück ins Abwehrzentrum und machte einen über weite Strecken guten Job. In der ersten Halbzeit mit einigen Vorstößen, nach der Pause defensiver – womöglich, um das Ergebnis in Grenzen zu halten. Note 3

88. Rasmussen: Kam zu spät, um wirklich Akzente setzen zu können.

Ritzka: Zeigte als dritte Wahl auf der linken Position der Kette eine solide Leistung und machte Größennachteile im Kopfballduellen mit Aggressivität am Boden wett. Wie immer machte die Muskulatur mit zunehmender Probleme. Note 3

64. Wahl: Für einen 90-Minuten-Einsatz reichte die Kraft nach seiner Erkrankung nicht, für eine halbe Stunde Spielpraxis für das Saisonfinale dagegen schon.

Pyrka: Die Stabilität in Person. Seit Wochen immer einer der besten Braun-Weißen und das war auch in Leipzig so, wo er überwiegend defensiv gefordert war. Note 2,5

Erst der zweite Einsatz für Metcalfe in der St. Pauli-Startelf

Metcalfe: Erstmals in diesem Jahr und zum zweiten Mal in dieser Saison von Beginn an, sorgte der Australier in der offensiven Rolle für Impulse. Nach der Pause nicht mehr so auffällig, aber eifrig. Note 3

88. Sinani: War nochmal an St. Paulis letzter Chance beteiligt.

Irvine: Ein unnötiger Ballverlust führte beinahe zum frühen Rückstand (8.), dann aber mit viel Intensität und Einsatz bei der Sache. Mit dem Ball am Fuß gelang ihm wenig, aber die Kopfball-Vorlage zum Anschlusstreffer durch Ceesay war klasse. Schade, dass sein Fernschuss in der Nachspielzeit zu unplatziert war. Note 3

Fujita: Spielte wieder auf seiner eigentlichen Position im defensiven Mittelfeld und war die Griffigkeit in Person. Eroberte viele Bälle, war Antreiber und setzte einige Akzente im Spiel nach vorne. Deutlicher Formanstieg. Note 2,5

Oppie: Der Linksfuß hatte lange nicht mehr von Anfang an gespielt und das war ihm trotz einiger guter Aktionen mit und gegen den Ball auch immer wieder anzumerken. Irgendwann machte sich der Kräfteverschleiß bemerkbar, was aber auch daran lag, dass er ebenfalls angeschlagen war. Vor diesem Hintergrund ein solider Auftritt. Note 3

Stevens mit solider Leistung beim Saison-Debüt

64. Stevens: Der fast schon in der Versenkung verschwundene Waliser kam zu seinem Saisondebüt und spielte nicht so wie jemand, der nie spielt. Beachtlich.

Hountondji: Machte eines seiner besten Spiele in den vergangenen Monaten. Begann schwungvoll mit viel Einsatz, zeigte starke Sprints und auch Pässe – wie vor den Chancen, die Kaars (34.) und Oppie (61.) vergaben. Wie so oft schwanden nach einer Stunde die Kräfte. Note 3

72. Ceesay: Er blieb trotz seines Treffers gegen Mainz Joker – haute sich wie immer rein und zeichnete sich erneut als Torschütze aus. Sein Abschluss war stark.

Kaars: Eigentlich ein gutes Startelf-Comeback, aber er muss einfach das Tor zum 1:0 machen (34.), oder den Ball zumindest auf die Kiste bringen. Ansonsten sehr fleißig und mit einigen guten Aktionen in Kontersituationen. Mit zunehmender Spielzeit immer seltener gefährlich, aber am Anschlusstreffer beteiligt. Note 3