St. Pauli-Noten gegen Stuttgart: Ein Profi überragt trotz bitterer Pleite

Carlo Boukhalfa ärgert sich.
Carlo Boukhalfa ärgert sich.

Bitter! Der FC St. Pauli war trotz langer Unterzahl ganz kurz davor, einen immens wichtigen Punkt gegen den VfB Stuttgart zu holen und musste sich am Ende doch noch mit 0:1 geschlagen geben. Dass es lange Zeit 0:0 stand hatten die Kiezkicker einem ganz besonders zu verdanken. Entsprechend gab es auch die Bestnote, wenngleich mit Schönheitsfehler. Das MOPO-Zeugnis:

Vasilj: Krass, wie er schon Woltemades Schuss mit einem großartigen Reflex parierte (18.). Dann noch der Strafstoß (60.), die Paraden gegen Führich (69.) und Demirovic (90.+3). Beim Tor chancenlos. Sein Platzverweis war völlig überzogen. Note 1

Nemeth: Monierte bereits früh mangelnde Anspielstationen. Gegen den Ball wurde ihm wahrhaftig nicht langweilig. Note 3,5

Wahl: Forderte schon in Hälfte eins verbal mehr Ordnung ein, weil zeitweise die Wege zu weit wurden. Im Stellungsspiel großartig, stark auch in der Zweikampfführung. Note 2,5

Van der Heyden: Einige unsaubere erste Kontakte. Sah Gelb nach Foul an Leweling und beim Strafstoß folgerichtig Gelb-Rot. Seine beste Aktion war die Verzögerung der Strafstoß-Ausführung, weil er aus dem Innenraum schlich. Note 5

Saliakas: Defensiv gegen Führich und später Bruun Larsen gut ausgelastet, ab und an trotzdem offensiv unterwegs. Nach dem Platzverweis dann nicht mehr. Note 4

Boukhalfa: Suchte gegen den Ball stets Körperkontakt, tat weh, investierte unfassbar viel. Musste Gelb-Rot-gefährdet raus. Note 3,5

78. Wagner: Kam in einer schwierigen Situation und gab alles.

Smith: Hatte nur wenig Raum für gestalterische Qualität. Entdeckte sein Kämpferherz, fightete leidenschaftlich mit. Note 3

Treu: Die erste Hälfte war eine Eins mit Sternchen. Monstergrätsche gegen Führich (4.), Szenenapplaus auch nach dem Duell mit Undav (21.). Machte auch nach der Pause nichts falsch. Note 2

Guilavogui: Sorgte anfangs für Betrieb und später für Entlastung, holte Gelb gegen Chabot und Undav heraus, traf ab und an die falsche Entscheidung. Note 4

Sinani: Sein Distanzhammer hätte ein Tor verdient gehabt (9.), hatte noch eine weitere gute Gelegenheit (54.). Note 4

90.+5 Voll: Kam zu seinem Bundesliga-Debüt, weil Vasilj vom Platz flog.

Weißhaupt: Hatte nach 36 Sekunden die erste Chance der Partie. Danach nur noch mit überschaubar viel Input und aus taktischen Gründen ausgewechselt. Note 4,5

63. Afolayan: Hatte bei einem Mann weniger logischerweise kaum Szenen.