St. Pauli-Noten gegen Leipzig: Der Beste spielte hinten – es gibt auch zwei Fünfen

Hauke Wahl und Karol Mets diskutieren im Spiel gegen RB Leipzig
Hauke Wahl (l.) gewann 78 Prozent seiner Zweikämpfe gegen Leipzig, Karol Mets sogar 82 Prozent.

Der FC St. Pauli machte es gegen RB Leipzig anders als in den Wochen zuvor. Nachdem der Kiezklub in Wolfsburg und Dortmund spät Punkte verschenkte, sicherten sich die Hamburger gegen die Sachsen in der Nachspielzeit einen Zähler. Nach einem Foul von David Raum verwandelte der abgeräumte Martijn Kaars den fälligen Strafstoß selbst zum nicht unverdienten 1:1 (0:0) für St. Pauli. Die MOPO-Einzelkritik:

Vasilj: War auf dem Posten, wenn er gefordert war, wie beim gefährlich abgefälschten Seiwald-Schuss (21.). Hatte dann lange wenig zu tun und war beim 0:1 ohne Chance. Bitterer Abend. Note 3

Ando: Mit einigen Wacklern zu Beginn, dann der kampf- und kopfballstarke Verteidiger, den sich St. Pauli bei seiner Winter-Verpflichtung vorgestellt hat. Note 3

Wahl: Einmal mehr ein starker Auftritt im Abwehrzentrum. Konsequent und clever im Zweikampf, mutig im Vorwärtsverteidigen und mit Übersicht im Spielaufbau. Bester Kiezkicker. Note 2

Mets: War gegen den schnellen Diomande voll gefordert, hielt Leipzigs Rakete mit gutem Stellungsspiel und Zweikampfhärte weitestgehend in Schach. Note 3

Saliakas: Seine Hereinnahme sorgte für viel Schwung auf der rechten Schiene. Defensiv stabil, nach vorne mit einigen gefährlichen Vorstößen. Extrem unglücklich, dass sein klärender Kopfball nach einer Leipziger Ecke bei Diomande landet, der von der Strafraumgrenze zum 1:0 einschweißte. Note 3,5

87. Ceesay: An St. Paulis Endspurt beteiligt.

Sands: Wie so oft unspektakulär, aber sehr gradlinig und effektiv als Abräumer vor der Abwehrkette. Note 4

76. Rasmussen: Gab vier Tage nach seiner Verpflichtung sein Debüt, forderte gleich Bälle, aber ihm fehlte natürlich noch die Bindung zu den Nebenleuten.

Smith: Kein überzeugender Auftritt des Schweden, der gegen den Ball gewohnt stabil und mit Übersicht agierte, nach einigen seiner feinen Diagonalpässe im ersten Durchgang aber nach der Pause mit dem Ball am Fuß zu wenig Akzente setzte. Bitter, dass er den Ball beim Leipziger Tor abfälschte. Note 4

Pyrka: Spielte auf der ungewohnten linken Seite und machte seine Sache dort gut. War lange Zeit mit Defensivaufgaben ausgelastet, traute sich mit zunehmender Spieldauer auch mehr im Vorwärtsgang zu. Note 3

Fujita: War im Gegensatz zum Derby richtig gut im Spiel als bissiger Balleroberer mit starken Offensivaktionen wie dem perfekten Pass auf Jones (18.), den dieser nicht zu nutzen wusste. Ließ nach der Pause deutlich nach. Note 4

76. Irvine: Der Kapitän brachte gleich neuen Schwung in die Partie, war sehr präsent und hatte Abschluss-Gelegenheiten, die er nicht nutzen konnte.

Sinani: Leistete sich insbesondere in der ersten Halbzeit zu viele Fehlpässe, schaffte es nicht, das Spiel an sich zu reißen und ging nicht immer mit der nötigen Konsequenz in die Zweikämpfe. Einer seiner schwächsten Heimauftritte. Note 5

76. Pereira Lage: Mit Schwung, aber ohne wirklich gefährliche Aktionen.

Jones: Muss viel mehr aus seinen frühen Großchancen (18./22.) machen. Traf auch sonst mehrfach die falsche Entscheidung oder hatte große Probleme, den Ball zu kontrollieren. Note 5

67. Kaars: Nach seiner späten Kopfballchance (89.) holte er den Elfmeter raus (90.+2), den er auch noch selbst verwandelte.

Der FC St. Pauli machte es gegen RB Leipzig anders als in den Wochen zuvor. Nachdem der Kiezklub in Wolfsburg und Dortmund spät Punkte verschenkte, sicherten sich die Hamburger gegen die Sachsen in der Nachspielzeit einen Zähler. Nach einem Foul von David Raum verwandelte der abgeräumte Martijn Kaars den fälligen Strafstoß selbst zum nicht unverdienten 1:1 (0:0) für St. Pauli. Die MOPO-Einzelkritik: