St. Pauli-Noten gegen Köln: Überzeugende Kiezkicker – und wer abfällt
Der FC St. Pauli hat trotz Führung den großen Befreiungsschlag gegen den 1. FC Köln verpasst. Das sind die MOPO-Noten nach dem 1:1-Unentschieden.
Vasilj: Wurde im gesamten Spiel nie richtig geprüft – und der gefährlichste Schuss auf sein Tor war dann der Elfmeter zum späten 1:1-Ausgleich. Wie bitter für St. Paulis Nummer eins, die ansonsten ein sicherer Rückhalt war. Note 3
Ando: In der Luft kaum zu bezwingen, am Boden sehr konsequent, aber mit einem gefährlichen Schnitzer, der die Kölner zum Umschalten einlud. Beim Offensivkopfball (57.) ist Luft nach oben. Note 3
Wahl: Ein absolut souveräner Abwehrchef, mit guter Übersicht und starkem Timing in den Zweikämpfen. Perfekte und kluge Vorarbeit per Kopf zum 1:0 durch Mets. Note 2,5
St. Pauli: Mets als Held und Unglücksrabe
Mets: St. Paulis Vor-Kämpfer war wie immer knallhart in den Duellen, aber nicht immer sicher mit dem Ball am Fuß. Sein Kopfballtor zum 1:0 ließ Mannschaft und Fans von einem verdienten Sieg träumen. Sein Foul, das zum Elfer führte, wirkte unnötig und kostete den Dreier. Note 3,5
Pyrka: Zu Beginn der ersten Hälfte liefen die braun-weißen Angriffe zumeist über die andere Seite, kam dann aber immer besser in Schwung und sorgte für Gefahr. Läuferisch wie immer eine Maschine. Könnte bei Offensivaktionen in Strafraumnähe cooler sein. Wechselte nach der Einwechslung von Saliakas für die letzte halbe Stunde auf die linke Seite. Note 3
Irvine: Der Kapitän brachte nach abgesessener Sperre die nötige Energie ins Spiel, sorgte immer wieder für Dampf nach vorne und war an vielen gefährlichen Aktionen beteiligt. Auch gegen den Ball mit hoher Intensität und viel Kommunikation. Note 2,5
Rasmussen: Sehr viele Ballkontakte und sehr bemüht, das Angriffsspiel anzukurbeln, auch mit einigen vertikalen Bällen. Leistete sich aber auch den ein oder anderen Konzentrationsfehler – insbesondere mit zunehmender Spieldauer, was St. Pauli-Ballbesitzphasen unnötig verkürzte. Note 4
Ritzka: In der ersten Halbzeit mehr offensiv als defensiv in Aktion – mit der ein oder anderen gefährlichen Hereingabe wie vor Hountondjis Riesenchance (33.). Riss viele intensive Läufe und Sprints ab. Nach einer guten Stunde war dann Schluss. Note 3,5
65. Saliakas: Gab sein langersehntes Comeback und das merkte man ihm insbesondere bei den Angriffen in der Schlussphase an, wo es ihm an Präzision und Timing mangelte und er gute Gelegenheiten dadurch zunichtemachte.
Sinani: Sehr aktiv und zunächst spielfreudig, aber manchmal zu umständlich. Die einfachere Lösung wäre mehrfach die bessere gewesen. In der letzten halben Stunde ging Struktur verloren und ein paar Bälle zu viel. Note 4
Pereira Lage: Schwungvoller Beginn mit zwei, drei gefährlichen Szenen, rieb sich dann zunehmend in Zweikämpfen auf und haderte viel, blieb aber fleißig im Pressing. Note 3,5
87. Kaars: Kam spät und hatte sogar noch eine vielversprechende Szene, bei der er einen Steilpass nicht in einen Abschluss ummünzen konnte.
Hountondji mit guten Chancen für St. Pauli
Hountondji: War von Beginn an gut im Spiel. Hatte die Führung erst auf dem Kopf (10.) und bekam den Ball aus kürzester Distanz nicht aufs Tor, dann hatte er sie auf dem Fuß – und hätte das Tor mit etwas mehr Präzision eigentlich machen müssen, wobei Schwäbe auch stark parierte. In der Folge bemüht, aber nicht mehr zwingend. Note 3,5
77. Metcalfe: An Einsatz mangelte es nicht, er kam aber trotz sehr offensiver Position kaum in gefährliche Aktionen. Viel lief an ihm vorbei.