St. Pauli-internes WM-Duell! „Lustig, wie es manchmal im Fußball läuft“
Die Veranstaltung als solche war lange ein einziger Anlass zu Fremdscham. Menschen, deren Namen zu schreiben selbst im grenzenlosen Internet überflüssig Platz kosten würde, missbrauchten die WM-Auslosung zu hochnotpeinlichen Selbstdarstellungszwecken, aber irgendwann ging es dann tatsächlich um Fußball. Und das sorgte beim FC St. Pauli für ein besonderes Bonbon.
Die Australier Jackson Irvine und Connor Metcalfe verfolgten die Gruppenauslosung gemeinsam mit US-Boy James Sands vorm Fernseher und waren live dabei, als ihre Teams beide in die Gruppe D gelost wurden. „Es ist lustig, wie es im Fußball manchmal läuft“, urteilte Sands und erinnerte an das Aufeinandertreffen im Testspiel vor wenigen Wochen. „Wir sind ein wenig vertraut mit ihnen.“
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Mit 2:1 hatten die Amerikaner Mitte Oktober gewonnen, Sands und Metcalfe hatten den jeweiligen Anfangsformationen angehört. Irvine hatte seinerzeit noch in Folge seiner Fuß-OP gefehlt, ist mittlerweile aber – wie beim Kiezklub – längst zurück. „Es wird großartig, nächsten Sommer dort zu sein und gegen beide zu spielen“, sagte Sands. Es wäre ihm zu wünschen, dass es so kommt, aber noch muss er ackern für eine Kadernominierung.
Kiezkicker James Sands muss um die Nominierung kämpfen
„Ich war dabei im Oktober dabei, aber nicht im November“, erklärte der gebürtige New Yorker. „Meine Position im Team ist also ein bisschen auf der Kippe. Aber ich hoffe, gute Leistungen hier in Hamburg werden mich über diese Schwelle drücken.“ Zurzeit, räumte er ein, habe er keinen Kontakt zur Nationalelf oder zu Coach Mauricio Pochettino. Doch er hat ganz gewiss realistische Chancen, den bisherigen 14 Länderspielen weitere zuzufügen. Zum Beispiel bei der WM, wenn es gegen zwei seiner Klubkollegen geht.
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