Andréas Hountondji im Kopfballduell mit Matthias Ginter

Matthias Ginter, hier gegen Andréas Hountondji, gehört zu Freiburgs Offensivwaffen bei Standards. Foto: IMAGO/Steinsiek.ch

Druck auf dem Kessel! St. Pauli hat einen Plan gegen Freiburgs „oberes Regal“

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Es wird vermutlich nicht mehr weniger knackig, ehe Mitte Mai die Saison beendet sein wird. Acht Partien hat der FC St. Pauli noch vor der Brust, die nächste am Sonntag vor heimischer Kulisse gegen den SC Freiburg (17.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de). Und weil die Konkurrenz nicht schläft, sich in den direkten Duellen gegenseitig die Punkte mopste, ist einmal mehr Druck auf dem braun-weißen Kessel. Das trifft allerdings beim Kiezklub gar niemanden unvorbereitet.

„Ich habe es ja seinerzeit bewusst ausgerufen mit den 14 Endspielen, das hat das Kribbeln bei mir verstärkt und wird von Spieltag zu Spieltag immer noch höher gehen“, erklärte St. Pauli-Trainer Alexander Blessin im Vorfeld der Partie. „Irgendwann ist die Crunch Time, irgendwann willst du dann auch die Entscheidung haben. Und wir sind jetzt in der Zeit, wo es genau darum geht.“ Da spielt es dann auch keine Rolle, dass einmal mehr ein höchst unangenehmer Kontrahent vorstellig wird.

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„Man wähnte schon, dass sie einen kleinen Abwärtstrend verbuchen mussten. Aber ich glaube, dass das mit dem Spiel gegen Genk Geschichte ist“, sagt der St. Pauli-Coach. Tatsächlich haben die Breisgauer nur einen Punkt aus den jüngsten drei Liga-Partien verbuchen können, auch das Hinspiel in Belgien war verloren gegangen. Aber am Donnerstag lief der SC richtig heiß, ballerte Genk mit 5:1 aus dem Stadion. „Das haben sie sehr souverän durchgezogen, es gibt ihnen wahrscheinlich nochmal einen Schub“, ahnte Blessin. „Da müssen wir alles dafür tun, dass wir sie beschäftigen. Da brauchen wir alle Energie, um was zu holen.“

St. Pauli weiß um Freiburgs große Stärke

Zumal Freiburg über eine schwer zu vermeidende Stärke verfügt. „Es war Thema, dass wir darauf hingewiesen haben, dass sie eine extreme Stärke haben mit den offensiven Standards“, erläuterte Blessin. Da ginge es auch um die Spieler, die die Bälle reinbringen, „und da haben sie mit Vincenco Grifo und Jan-Niklas Beste richtig Qualität und zudem mit Matthias Ginter und Igor Matanovic Waffen vorne drin. Da sind sie im oberen Regal.“ Zu beobachten war das auch am Donnerstag, als Ginter nach einem Grifo-Freistoß den Torreigen eröffnet hatte.

Kiezklub setzt auf eintrainierte Offensivstandards

Dem gegenüber steht indes ein etwas überraschendes Manko von St. Pauli. „Woran es liegt, dass sie bei defensiven Standards anfällig sind, ist schwer zu beantworten“, rätselte auch Blessin, der den Fakt aber dankend zur Kenntnis genommen und an seine Schützlinge weitergegeben hat. „Wir haben ein paar Sachen trainiert, die ganz gut aussahen. Da waren Abläufe drin, die haben gut gepasst, und wenn die am Sonntag so laufen, dann wäre das schön.“ Man wolle das natürlich nutzen als Dosenöffner. „Spiele über Standards zu ziehen, ist Gold wert.“

Zumal am Sonntag nur herzlich wenig Raum für fußballerische Feinkost erwartet wird. „Ich habe selten eine Mannschaft gesehen, die so schnell kompakt schließt“, sagte Blessin voller Respekt. „Sie sind sehr schnell hinterm Ball, und dann ist es auch schwierig, da Lösungen zu finden, weil sie sehr klar in den Abläufen sind. Das machen sie ausgesprochen gut.“

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