St. Pauli-Coach Blessin kickt im Training mit – und bekommt vernichtendes Urteil
Die Witterungsbedingungen taten ihr übriges. Der strahlende Sonnenschein am Mittwochmittag passte hervorragend zur Atmosphäre, die bei der Trainingseinheit des FC St. Pauli an der Kollaustraße herrschte. Da ging es natürlich äußerst intensiv zu, aber auch mit dem notwendigen Spaß, der gewinnbringenden Lockerheit. Das setzte sich nach Ende der Einheit nahtlos fort.
Weil sich Trainer Alexander Blessin in der letzten Spielform selbst ein Leibchen übergestreift und als Ein-Mann-Verteidigung mitgewirkt hatte, wurde Hauke Wahl nach seiner Einschätzung gefragt. Und die fiel recht eindeutig aus, im Spaß natürlich: „Er sollte das lieber lassen“, empfahl der Routinier seinem Übungsleiter. Klar, es habe ein Mann gefehlt bei der Übung, aber dass der Coach die Lücke zu schließen versuche, „das macht keinen Unterschied für uns“.
St. Paulis Hauke Wahl über St. Paulis Vorteile
Wahl transportierte die gute Laune der Mannschaft auch in die anschließende Medienrunde, war zu Scherzen aufgelegt und konnte logisch darlegen, warum das alles in der Gesamtgemengelage Abstiegskampf noch zu einem großen Plus des FC St. Pauli werden könnte. „Wir wissen seit Spieltag eins, dass es gegen den Abstieg geht oder um den Klassenerhalt. Ich glaube, da haben wir schon ein paar Vorteile gegenüber anderen Mannschaften, die es vielleicht gar nicht erwartet oder jetzt erst spät realisiert haben. Wir haben seit neun Monaten Druck. Wir wissen seit neun Monaten, worum es geht.“
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Und darum sind Abstiegskampf und gute Stimmung kein Widerspruch in sich. „Gelöst heißt ja nicht, dass wir nicht irgendwie fokussiert sind oder so“, unterstrich Wahl. „Ich glaube, man braucht einen guten Mix aus Lockerheit und Anspannung, und den haben wir.“ Eine gewisse Lockerheit helfe eben auch, „weil ich glaube, wenn man nur angespannt zu Hause sitzt, dann verkrampft man irgendwann“.
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