St. Pauli baut auf seine Fans: „Die Hütte wird gegen Köln brennen!“
Manchmal ist es von immensem Vorteil, wenn zwischen zwei Partien nur ein kurzer Zeitraum liegt. „Nach meiner Erfahrung“, ließ St. Pauli-Keeper Nikola Vasilj wissen, „ist es besser, schnell wieder ein Spiel zu haben nach so einer Niederlage.“ Gesprochen hat er diese Worte unmittelbar nach dem 0:5 gegen den FC Bayern – und mit Blick auf das Duell mit dem 1. FC Köln am kommenden Freitagabend am Millerntor.
„Es geht in die harte Crunchtime“, redete auch Alexander Blessin nicht um den heißen Brei herum und bezeichnete das Duell „mit einem direkten Konkurrenten“ als „Sechs-Punkte-Spiel“. Wobei tags darauf, also am Sonntag, neue Aspekte hinzugekommen sind. Natürlich bleibt Köln grundsätzlich in St. Pauli-Reichweite, hat aber durch den 3:1-Erfolg in Überzahl (frühes Rot gegen Bremens Friedl) über Werder jetzt schon fünf Zähler und 18 Treffer Vorsprung auf Braun-Weiß.
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Somit wird St. Pauli auch nach dem 30. Spieltag auf dem Relegationsplatz stehen, wenn nicht einem eigenen klaren Sieg gegen den Effzeh eine deutliche Derby-Niederlage der Bremer gegen den HSV gegenübersteht. Dann könnte Braun-Weiß am befreundeten Grün-Weiß vorbeiziehen, aber das ist schlussendlich wertlose Rechnerei. Deutlich mehr Bedeutung hat da die bedingungslose Unterstützung, mit der der Kiezklub auch am Freitagabend rechnen darf.
Coach Blessin: „Wir brauchen die Fans“
Und das trotz der bösen Klatsche gegen die Bayern, da sind sich alle Beteiligten sicher. „Wie sie uns unterstützen, in jeglicher Hinsicht, das brauchen wir dann einfach auch“, räumte Blessin nach dem Debakel gegen München ein. „Wir sind es ihnen auch schuldig nach so einem Ergebnis, zu ihnen zu gehen. Wir brauchen sie gegen Köln umso mehr.“ Und der Anhang wird liefern, ohne Frage. „Die Hütte wird brennen“, prognostizierte Hauke Wahl, „weil die Fans unser zwölfter Mann sind und wir uns auf sie verlassen können. Es liegt aber auch vorher an uns, auf dem Platz eine gewisse Energie auszustrahlen“.
Lothar Matthäus glaubt an St. Pauli und seine Fans
Das wird tatsächlich zwingend notwendig sein. Aber selbst ein mit allen Fußball-Wassern gewaschener Mann wie Lothar Matthäus ist überzeugt vom positiven Zusammenwirken Profi/Fans am Millerntor. „Unglaublich, was hier los ist“, staunte er am Samstagabend. „Die Fans wissen, dass die Mannschaft die Unterstützung braucht. Die Mannschaft ist eben nicht stark genug, dass sie das alleine schaffen kann.“ Er sei aber überzeugt, „dass diese Unterstützung hier von den Rängen der Mannschaft gerade in der jetzigen Situation sehr viel helfen wird bei den nächsten Aufgaben“.
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