St. Pauli-Profi verrät: So bekommen wir noch die Kurve
Der Mann ist für solche Momente wie gepinselt. Nikola Vasilj kennt das Gefühl des enormen Drucks, der Schlussmann des FC St. Pauli weiß, wie man solche Situationen gewinnbringend meistert. Entsprechend geht der 30-Jährige jetzt auch vorweg, wo nur noch drei reguläre Saisonspiele anstehen.
„Zuallererst muss man daran glauben“, sagte der St. Pauli-Torhüter auf die Frage, ob er das Rezept kenne und wie er mit der Nationalelf von Bosnien-Herzegowina die WM-Playoff-Spiele in Wales und gegen Italien hatte gewinnen können. „Wir hatten genug Glauben daran, dass wir es schaffen können, dass wir etwas Großes erreichen können. Und ich denke, genau das wird auch jetzt entscheidend sein.“ Selbst dann, wenn es mal nicht so läuft, wie man sich das wünscht: „Es wird einfach entscheidend sein, positiv zu bleiben.“
St. Pauli-Keeper Vasilj: „Dazu hatten wir kein Recht“
Was natürlich eine echte Aufgabe darstellt nach dem herben Rückschlag von Heidenheim. „Wir alle wissen, dass wir es eigentlich viel besser hätten machen können“, räumte St. Paulis klare Nummer eins ein. „Aber solche Spiele gehören im Fußball einfach dazu, auch wenn wir eigentlich kein Recht dazu hatten, in dieser Saisonphase eine solche Leistung anzubieten.“ Gegen Mainz gelte es, einen anderen Auftritt hinzulegen. „Einfach, um ein gutes Wochenende zu haben, um eine positive Einstellung zu bewahren“, befand Vasilj. „Wir spielen zu Hause, und wir wissen, dass wir in dieser Saison daheim wirklich stark sind.“
Es gehe also darum, ein gutes Gefühl wiederzufinden und zu versuchen, zurückzukommen – im Grunde sogar gestärkt aus dieser Situation hervorzugehen. „Wir haben immer noch alles selbst in der Hand“, mahnte der werdende Papa an und sagte einen bedeutsamen Satz: „Wir entscheiden über unsere Zukunft.“ Und die liegt in jedem Fall auf dem Kiez, was Vasilj persönlich betrifft – aber nur im Fall des Klassenerhalts.
Vertragssituation bei St. Pauli beschäftigt Vasilj nicht
„Aber jetzt schon darüber nachzudenken – das wäre nicht nur überflüssig. Es wäre schlichtweg verrückt“, urteilte Vasilj lachend. „Denn ich möchte mich mit diesem Gedanken überhaupt nicht beschäftigen. Ich konzentriere mich einzig und allein darauf, wie wir mit St. Pauli in der Liga bleiben können. Und wie ich der Mannschaft dabei helfen kann. Ich bin schließlich schon seit fünf Jahren hier. Und ich glaube nach wie vor daran, dass wir in der Liga bleiben werden.“
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Sogar das direkt rettende Ufer mit dem fünf Punkte entfernten Rang 15 hat Nikola Vasilj noch nicht abgeschrieben. „Solange es rechnerisch noch möglich ist, glaube ich daran, dass es machbar ist“, betonte er und fragte rhetorisch: „Warum auch nicht? Ich habe im Fußball über die Jahre schon so viel erlebt und weiß, wie schnell sich das Blatt wenden kann. Ein einziger Sieg – und plötzlich sieht die Tabelle schon wieder ganz anders aus.“
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