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St. Pauli-Torwart Himmelmann: Das Derby war das schlimmste Spiel meines Lebens

Robin Himmelmann während des Derbys gegen den HSV.

Robin Himmelmann hatte im Derby gegen den HSV gleich viermal das Nachsehen.

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WITTERS

Robin Himmelmann ist ein ehrgeiziger Keeper, einer der besten in der 2. Liga. Klar, dass ihm das 0:4 gegen den HSV auch Tage später noch mächtig zusetzte. Für den St. Pauli-Schlussmann war es das schlimmste Spiel seiner Karriere.

Der 30-Jährige: „Mir ist auch nach mehrmaligem Überlegen kein Spiel eingefallen, was ähnlich war. Vom ganzen Drumherum war es eines der schlechtesten – und einer der Tage, die man am liebsten schnell vergisst.“

HSV hatte gefühlt ein bis zwei Mann mehr auf dem Platz

Er kann verstehen, dass der Auftritt gegen die Rothosen für viele ängstlich und passiv rüberkam: „Wenn wir noch mal spielen würden, würden wir logischerweise einiges anders machen. Du gehst ja nicht mit einer passiven Haltung ins Spiel, sondern legst dir deinen Plan zurecht. Aber wenn du das Gefühl hast, dass der Gegner ein, zwei Mann mehr auf dem Platz hat, dann weichst du Stück für Stück zurück.“ Nicht allein die Ohnmacht gegen den Stadtrivalen wurmt ihn – auch die Tatsache, dass St. Pauli gegen Top-Vereine fast regelmäßig die Bude voll kriegt: Einmal fünf und einmal vier Stück gegen Köln, vier in Berlin, jetzt vier gegen den HSV. Im Durchschnitt kassieren die Kiezkicker gegen die Vereine von ganz oben 3,17 Gegentore.

„Ziemliche Katastrophe für mich als Torhüter“

Himmelmann, der in dieser Saison siebenmal eine weiße Weste behielt: „Unabhängig davon, ob es gegen Spitzenteams ist oder mal gegen einen anderen Gegner aus dem Mittelfeld passiert – es ist natürlich immer eine ziemliche Katastrophe für mich als Torhüter und auch für den Rest der Truppe, denn wir hängen ja alle mit drin und gucken ungern auf die Spiele zurück, in denen wir hohe Niederlagen oder viele Gegentore kassiert haben.“ Warum es so ist, sei schwer zu sagen. Auf jeden Fall habe man gegen eine solche spielerische Qualität wie die des HSV oder Köln „nicht so den Schlüssel in der Defensive gefunden. Das ist vielleicht ein Grund“. Als weitere Ursache hat der reaktionsschnelle Torwart die mangelnde Aggressivität ausgemacht.

Daran müsse man schleunigst arbeiten, um beim abstiegsbedrohten SV Sandhausen zu bestehen: „Von der Tabellensituation des Gegners werden wir uns nicht blenden lassen. Wir kennen da ja von uns selbst. Als wir da unten standen, haben wir viele Gegner eklig bespielt.“

„Hamburg – meine Pille“: Die Highlights aus der Regional- und Oberliga aus Sicht der Hamburger Klubs in Zusammenarbeit mit „Sporttotal.TV“