Hauke Wahl (l.) im Zweikampf mit Samuel Mbangula

Ligaspiel Anfang Oktober 2025: St. Paulis Hauke Wahl (l.) im Zweikampf mit Bremens Samuel Mbangula Foto: IMAGO/Eibner

Test am ausverkauften Millerntor: So wichtig ist das Werder-Spiel für St. Pauli

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Wie vor 20 Jahren: Wenn Werder Bremen im Januar zum FC St. Pauli ans Millerntor kommt, dann schneit es eben. 2006 gelang den damals drittklassigen Kiezkickern ein sensationeller 3:1-Erfolg im DFB-Pokal – beim Freundschaftstreffen am Sonntag (15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) geht es „nur“ darum, die richtige Form für den Klassenkampf in der Ersten Liga zu finden.

„Wenn wir auf die zurückliegenden letzten vier, fünf Spiele blicken, wollen wir gucken, dass wir den nächsten Schritt gehen, was die Stabilität und Vorgehensweise gegen den Ball anbelangt, um uns ein gutes Gefühl für Leipzig zu erarbeiten“, gab St. Pauli-Coach Alexander Blessin als Zielsetzung für den ersten und einzigen Test vor dem Punktspiel gegen die Leipziger „Bullen“ am 10. Januar aus.

Ausverkauftes Millerntor „eine tolle Geschichte“

In einer Hinsicht ist das Nordderby mit Sicherheit außergewöhnlich. „Ich habe selten ein Testspiel gehabt, wo das Stadion ausverkauft ist“, sagte Blessin: „Mit der Unterstützung der Fans ist es eine tolle Geschichte, da freuen wir uns drauf.“ In der Tat könnte der Kontrast zum Vorjahr kaum größer sein: Damals spielte St. Pauli in der Wintervorbereitung im leeren Stadion von Eintracht Braunschweig und verlor vor der Geisterkulisse mit 1:2 gegen die Niedersachsen.

Gegen Bremen wird Blessin nahezu allen fitten St. Pauli-Akteuren die Chance geben, sich zu empfehlen. Für die Halbzeit kündigte er einen kompletten Spielertausch an. Das Ergebnis ist dabei nachrangig, wichtiger die Erkenntnis, ob die Abwehr mit Neuzugang Tomoya Ando weiter an Stabilität gewinnt, wie es in den letzten Spielen vor der Winterpause zu beobachten war.

Zur Halbzeit wird bei St. Pauli komplett gewechselt

„Oberste Prämisse ist die defensive Struktur“, machte Blessin klar, dass Zocker unter den St. Pauli-Fans besser nicht auf ein 6:6 tippen sollten. „Wir werden sicherlich auch Zeit in bestimmte Abläufe mit dem Ball investieren, die wir uns noch besser erarbeiten müssen“, kündigte der Trainer an. In gewisser Weise war gerade das Punktspiel bei Werder Bremen im Oktober (0:1) symptomatisch für die bisherige braun-weiße Saison: Nach einem Gegentor in der zweiten Minute lief offensiv zu wenig, um dem Geschehen noch eine Wendung zu geben.


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Die Zeit für Verbesserungen ist knapp: Nach Leipzig steht eine englische Woche mit Spielen in Wolfsburg und Dortmund an, danach kommt es zum Derby gegen den HSV.

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„Und dann kommt der Pokal auch schnell, wir haben nicht viel Zeit zum Durchschnaufen“, kalkulierte Blessin, dessen erstes Testspiel in Hamburg übrigens auch quasi ausverkauft war. Als neuer St. Pauli-Coach sah er seine Elf im August 2024 am Millerntor mit 3:0 gegen Atalanta Bergamo siegen. Aber da war das Wetter besser. Für Sonntag sind Frost und Schneeschauer angesagt.

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