Simon Spari oder ein Neuer: Wer wird St. Paulis Nummer zwei?

Ben Voll und Simon Spari beim Training
Ben Voll (l.) wird St. Paulis neue Nummer eins. Aber nimmt Simon Spari die Rolle des Herausforderers ein?

In den vergangenen fünf Jahren hatte sich die Frage stets von allein beantwortet. Nie hatte es ein großes oder kleines Rätselraten gegeben, wer denn wohl als Nummer eins zwischen den Pfosten des FC St. Pauli stehen würde, seitdem Nikola Vasilj zum Kiezklub gekommen war. Nun geht der 30-Jährige bekanntlich, seine Nachfolge ist bereits geklärt, zudem verabschiedete der Kiezklub am Samstag den aus Montréal geliehenen Emil Gazdov – aber noch längst nicht alles ist fix, was die Torhüter-Nummer angeht.

Im Sommer 2024 hatte der FC St. Pauli Ben Voll von Viktoria Köln auf den Kiez gelotst. 23 Jahre war der damals jung, hatte bereits auf sich aufmerksam machen können mit seinen Leistungen in der 3. Liga und im DFB-Pokal. Dass er sich erst einmal hinter Vasilj würde einreihen müssen, war allen Beteiligten klar und Teil eines auf Langfrist angelegten Plans. Der mündet in diesem Sommer in der entscheidenden Phase. Denn dass Voll in die Fußstapfen seines Vorgängers treten soll, ist längst bestätigt.

Simon Spari fehlte lange verletzt

Aber wer nimmt künftig die Rolle des Herausforderers ein? Da steht eine Entscheidungsfindung derzeit noch aus, und das ist nicht als Misstrauen in die bisherige Nummer drei zu bewerten. Das Problem bei Simon Spari ist eines, für das der im vergangenen Sommer aus Klagenfurt geholte Torhüter gar nichts kann. Vielmehr konnte einem der 23-Jährige ohnehin schon leidtun, als er sich im November 2025 einen Riss der Syndesmose zugezogen hatte. In der Folge musste er operiert werden, und eine lange Reha absolvieren. Und erst in den letzten Tagen des März war Spari wieder dabei, kam bis Saisonende auf insgesamt 17 Einsätze für die sportlich aus der Regionalliga abgestiegene U23.

Hat St. Pauli Platz für einen neuen Routinier?

Ob Spari bereit wäre für ein Zweitliga-Match, kann daher niemand seriös beurteilen. Entsprechend ist es nur logisch, wenn im Verein darüber nachgedacht wird, Voll einen externen Konkurrenten an die Seite zu stellen. Angesichts der Altersstruktur bei den Torhütern wäre eine routinierte Lösung à la Sascha Burchert nicht unwahrscheinlich. Der war anno 2022 als 32-Jähriger und möglicher Vertreter für Nikola Vasilj aus Fürth zum FC St. Pauli gekommen, inzwischen coacht er bekanntlich die Ballfänger aus dem braun-weißen Nachwuchsbereich.

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Momentan hat rund ums Millerntor freilich noch die Trainer-Personalie oberste Priorität. Bevor nicht klar ist, ob Alexander Blessin weitermacht oder ein neuer Coach an die Elbe kommt, wird wohl auch sonst nichts geschehen im Personalbereich. Möglich aber, dass danach relativ zeitnah im Torwart-Beritt etwas passieren könnte.