„Sieht echt brutal aus“: Ex-St. Pauli-Profi Matanovic bangt um Einsatz am Millerntor
Am kommenden Sonntag steht für Igor Matanovic eine ganz besondere Partie an. Der gebürtige Hamburger reist mit dem SC Freiburg zurück in seine Heimat, tritt dort um 17.30 Uhr (Liveticker bei MOPO.de) am Millerntor beim FC St. Pauli an. Doch hinter dem Einsatz von Matanovic gegen seinen Ex-Klub steht seit Sonntagabend ein Fragezeichen. Beim Heimspiel gegen Union Berlin (0:1) trug der 22-jährige Kroate eine üble Kopfverletzung davon.
Rund eine Viertelstunde vor dem Ende wollte Matanovic bei einer Flanke in den Strafraum zum Kopfball gehen. Statt des Balles trafen aber sein Kopf und der von Unions Daniel Doekhi aufeinander. Die beiden prallten heftig zusammen, Matanovic mit Nase und Auge auf Doekhis Hinterkopf. Beide blieben liegen und mussten minutenlang behandelt werden.
Blut auf dem Trikot: Matanovic wird lange behandelt
Matanovic’ Haut am oberen Nasenbein unterhalb der linken Augenbraue platzte auf, der Angreifer blutete. Noch auf dem Platz musste er getackert werden. Sein Trikot war blutig, nach der Behandlungspause zog er sich um und spielte die Partie zu Ende. „Es hat sich sofort nicht gut angefühlt“, gestand Matanovic im Anschluss bei DAZN. „Es tat weh, es schmerzte und es sieht auch echt beschissen aus. Aber das ist Nebensache in dem Moment. Das Spiel geht weiter.“
Harte Worte von Matanovic, für den ein solch riskanter Einsatz eine Selbstverständlichkeit ist. „Das ist Teil meines Spiels“, stellte er klar. „Das ist mein Duell, das ist meine Welt. Dafür lebe ich und dafür kämpfe ich. Er hat eigentlich keine Chance auf den Ball und geht voll in mich rein. Aber das muss ich in Kauf nehmen. Es ist mein Job, da mein Herz auf dem Platz zu lassen.“
Freiburg will auch gegen St. Pauli auf den Stürmer setzen
Ob er das auch am Sonntag gegen seinen Ex-Klub St. Pauli tun kann (spielte dort bis zu seinem Wechsel 2023 nach Frankfurt), ist jedoch offen. „Das sieht echt brutal aus“, sagte Matanovic selbst und fasste sich an den Cut im Gesicht. „Ich hoffe, wir können das jetzt gut behandeln, dass ich dann am Donnerstag und am Sonntag wieder auf dem Platz stehen kann.“
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Am Donnerstagabend (21 Uhr) steht für ihn und den SC Freiburg schließlich erst einmal noch das Achtelfinal-Rückspiel in der Europa League gegen den KRC Genk an. Und danach geht’s nach St. Pauli, im besten Fall mit Matanovic. Denn auch im Breisgau weiß man um seinen Wert – mit seinen Treffern (schon acht Pflichtspieltore in dieser Saison), aber auch mit seiner Einstellung.