Weniger Versuche als Mbappé: Setzt St. Pauli gegen die Bayern auf den Neuer-Schreck?
Er hatte im Hinspiel schon nach sechs Minuten das geschafft, woran am Dienstagabend Vinicius Junior und Kylian Mbappé lange zu verzweifeln drohten. Manuel Neuer war im Königsklassenspiel von Real Madrid gegen die Bayern (1:2) lange unüberwindbar, Andréas Hountondji hingegen hatte in München nur einen Versuch für einen Treffer für den FC St. Pauli gebraucht. Und am Samstag?
„Es war ein tolles Gefühl“, erinnerte sich der 23-Jährige zurück an sein Tor am 29. November des vergangenen Jahres. „Wir haben gegen eine der besten Mannschaften der Welt gespielt, und es war ein besonderer Moment.“ Leider am Ende nur einer für die Statistik, denn trotz der frühen Führung verlor St. Pauli an der Isar ganz bitter mit 1:3. Die entscheidenden Gegentrefffer fielen tief in der Nachspielzeit.
Kiezkicker traf beim Hinspiel in München
Da war Hountondji schon längst nicht mehr auf dem Platz, denn der Nationalspieler des Benin hatte wegen einer muskulären Verletzung bereits nach 18 Minuten ausgewechselt werden müssen. Auch in der Folge lief es gesundheitlich ausbaufähig für den schnellen Angreifer des FC St. Pauli, der inzwischen nach Haarriss im Sprunggelenk aber fit und bereit für die Startelf ist. „Wir werden sehen“, sagte er, angesprochen auf einen möglich Platz in der Anfangsformation. „Aber ich fühle mich besser und besser.“
St. Pauli-Profi Hountondji stieg noch nie ab
Was auch damit zusammenhängen wird, dass die Leihgabe des FC Burnley in der vergangenen Woche erstmals Vater geworden ist. „Es ist ein großartiges Gefühl, das Wichtigste im Leben“, schwärmte er lächelnd: „Wir sind sehr glücklich darüber.“ Privat- und Berufsleben seien zwar zwei unterschiedliche Paar Schuhe, aber „hoffentlich holen wir ein gutes Ergebnis und spielen das bestmögliche Spiel, das wir spielen können“, schloss Hountondji. „Hoffentlich endet alles auf perfektem Wege.“
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Das kennt er bisher nicht anders, abgestiegen ist der Kiezklub-Offensivmann nämlich noch nie in seiner Karriere. „Ich bin schon einige Male in meiner Karriere in dieser Situation gewesen und froh, noch nie abgestiegen zu sein“, ließ er wissen. Jede Saison sei anders, aber er habe das Gefühl, „dass wir es mit unserer Qualität auch diese Saison wieder schaffen und in der Liga bleiben können“.
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