Marie-Louise Eta gibt Anweisungen im Union-Training.

Marie-Louise Eta soll Union Berlin wieder auf Kurs bringen. Foto: imago/Contrast

„Schade…“: Was St. Pauli-Coach Blessin über den Wirbel um Union-Trainerin Eta sagt

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Es war das große Thema der vergangenen Tage im deutschen Fußball neben dem Champions-League-Kracher zwischen Bayern München und Real Madrid. St. Paulis Liga-Konkurrent Union hat mit dem Rauswurf von Steffen Baumgart und der Ernennung von Marie-Louise Eta zur neuen Chaftrainerin der „Eisernen“ und damit der ersten Frau in dieser Position in der Bundesliga für einen Paukenschlag gesorgt. Aus der Branche gab es viel Lob, in der Öffentlichkeit positive Bewertungen, aber aus den Untiefen des Internets auch Häme, Hass und jede Menge Sexismus. Wie sieht Etas Kollege beim Kiezklub die Personalie und den Wirbel? Die Antwort fällt kurz aus – und deutlich.

Die Aufmerksamkeit ist groß, die ersten Trainingseinheiten unter der Leitung der 34-Jährigen wurden und werden haargenau beobachtet und bewertet – und das ist noch gar nichts im Vergleich zu dem Fokus, der im ersten Spiel unter ihrer Regie auf sie gerichtet sein wird, wenn die Berliner am Samstag den VfL Wolfsburg empfangen.

Blessin: „Es geht immer um Qualität“

Das Thema ist natürlich auch an Alexander Blessin nicht vorbeigegangen und der Coach der Kiezkicker wurde auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Köln am Freitagabend (20.30 Uhr, live bei Sky) darauf angesprochen.

„Ich habe selbst vier Mädels daheim“, setzte der 52-Jährige mit dem Hinweis auf seine Frau und die drei Töchter an, „von daher finde ich es schade, dass wir überhaupt darüber reden. Es geht immer um Qualität. Wenn die Qualität da ist, dann hat sie es verdient – und dann ist es egal, welches Geschlecht die Person hat. Mehr ist dazu, glaube ich, auch nicht zu sagen.“

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Nicht extra erwähnt werden muss, dass nicht nur Blessin seiner neuen Trainerkollegin für das Debüt die Daumen drücken dürfte, sondern ganz St. Pauli. Denn ein Sieg von Union gegen den Tabellenvorletzten Wolfsburg wäre für die einen Rang und vier Punkte vor den „Wölfen“ rangierenden Kiezkickern richtig gut in den Kram passen.

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