Pyrka hat Saliakas bei St. Pauli verdrängt – aber noch Luft nach oben
Er gehört zu der Art Defensivspieler, auf die man als gegnerischer Angreifer schon beim Anblick keinen Bock hat, weil man weiß: Der läuft und ackert, bis der Schiri abpfeift oder er Krämpfe bekommt, und sei das morgen oder übermorgen. Auf diese Weise hat sich Arkadiusz Pyrka beim FC St. Pauli im Duell mit Manolis Saliakas behaupten können.
Wie sehr der im Sommer verpflichtete Pole den inneren Schweinehund zu überwinden in der Lage ist, beweist die Vorgeschichte des Wechsels. Bei Ex-Klub Piast Gliwice war er in der Vorsaison nicht mehr eingesetzt worden, weil er sich geweigert hatte, den Vertrag zu verlängern. So kam der Rechtsverteidiger zwar ablösefrei, aber eben auch ohne Spielpraxis an die Elbe.
Arkadiusz Pyrka hat sich bei St. Pauli durchgesetzt
Zu sehen war das zu keinem Zeitpunkt. Der 23-Jährige weiß um seine Vorzüge, die im physischen Bereich liegen, und war entsprechend gut vorbereitet. Anfangs wechselte Coach Alexander Blessin noch zwischen ihm und Saliakas, inzwischen aber ist Pyrka wegen der defensiveren Ausrichtung gesetzt. Vor allem sein Auftritt beim FC Bayern, als er einhundert Prozent seiner Zweikämpfe gewann, stach dabei hervor.
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Dass er noch Fehler macht und Steigerungspotenzial hat, liegt in der Natur der Sache. Taktisches Verhalten, Stellungsspiel, Vorwärtsgang, Flankengenauigkeit – in all dem kann Pyrka noch zulegen. Das Gute bei ihm ist: Man kann sich drauf verlassen, dass er alles dafür tun wird. Denn er will sich nicht nur in der Bundesliga, sondern auch in Polens A-Nationalelf behaupten. Den Fuß in der Tür hat er bereits, Anfang Oktober feierte er sein Debüt.
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