FC St. Pauli
Pokal-Aus vor Oberliga-Kulisse: So ergeht es Ex-St. Pauli-Profi Sinani
Nach drei Jahren beim FC St. Pauli vollzog Danel Sinani im Sommer einen Tapetenwechsel. In Italien spielt er nun für einen Traditionsverein, das erste Pflichtspiel aber wurde zum emotionalen Dämpfer.
Sie hätten ihn gern behalten. Danel Sinanis Qualitäten im fußballerischen Bereich hätten dem Zweitligisten FC St. Pauli fraglos gut zu Gesicht gestanden, doch nach drei insgesamt durchwachsenen Jahren auf dem Kiez zog es den Luxemburger im Sommer weg. Der Name des neuen Arbeitgebers ist ob der Vergangenheit ein großer, die Gegenwart sieht jedoch anders aus.
Im Nachhinein ist man immer schlauer. Eigentlich, das weiß man inzwischen, hätte Danel Sinanis Art zu spielen prima gepasst zum Stil der Aufstiegssaison unter Fabian Hürzeler. Doch der damalige Neuzugang aus Norwich hatte kein Land gesehen in einem Team, das durchgehend sensationell performte und offensiv-kreativ einen Marcel Hartel in seinen Reihen hatte. Sinanis Siegtor am letzten Spieltag beim 2:1 in Wiesbaden blieb ein schwacher Trost für den Mann, der sechs Sprachen fließend beherrscht.
Danel Sinani wechselte vom FC St. Pauli nach Italien
Und zwar Serbisch, Makedonisch, Luxemburgisch, Französisch, Englisch und Deutsch. Italienisch ist nicht dabei, das könnte sich aber zeitnah ändern. Denn nachdem Sinani in den vergangenen beiden Bundesliga-Saisons durchaus zu den positiven Erscheinungen bei St. Pauli gezählt hatte und mit dieser Bewerbung einen neuen Klub suchte, landete er bei Sampdoria Genua. Ein großer Name im Calcio von einst, in der mittlerweile vierten Saison am Stück aber nur noch in der Serie B zu Hause.
Der Meister der Saison 1990/91 und vierfache Pokalsieger wäre 2025 sogar fast in der Drittklassigkeit verschwunden, rettete sich erst über die Playoffs gegen Salernitana. Die vergangene Serie schloss man auf Tabellenplatz 13 ab, und auch das erste Pflichtspiel der neuen Saison ging in die Binsen: Bei Liga-Gefährte US Cremonese verlor Sampdoria mit 0:2 - vor sage und schreibe 1048 Zuschauer:innen.
Ex-St. Paulianer Danel Sinani muss sich mit kleinen Kulissen anfreunden
Sinani, der in der Startelf stand und nach 85 Minuten ausgewechselt wurde, wird sich generell mit deutlich kleineren Kulissen anfreunden müssen. Im Vorjahr lag der Zuschauerschnitt der Serie B bei unter 7000, wobei es krasse Unterschiede gibt. Vereine wie Entella (3041) oder der FC Südtirol (4104) bilden das untere Ende, Sampdoria hingegen konnte im Vorjahr durchschnittlich 24.285 Menschen im Stadio Luigi Ferraris begrüßen. Das war Rang zwei in dieser Tabelle hinter US Palermo (28.492).
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