„Optimistisch in zweite Saisonhälfte“: St. Pauli trifft wichtige Trainer-Entscheidung
Das Abstiegsgespenst ist omnipräsent dieser Tage rund um den Kiez. Die Profis überwintern bekanntermaßen in der Bundesliga auf dem Relegationsplatz, für die zweite Mannschaft sieht es als Schlusslicht der Regionalliga noch düsterer aus. Im Kampf um den Klassenerhalt hat der FC St. Pauli nun eine wichtige Trainer-Entscheidung getroffen.
Mitte September war der bisherige Coach Benny Hoose krankheitsbedingt langfristig ausgefallen, für ihn Ex-Profi Karsten Neitzel (79 Zweitliga-Partien für die Stuttgarter Kickers) in die Bresche gesprungen. Jetzt ist Hoose erfreulicherweise wieder genesen, kann seinen Trainer-Job fortsetzen, wird dies allerdings nicht in alter Funktion tun.
Benny Hoose geht zurück an St. Paulis NLZ
Stattdessen wird der 36-Jährige zurückkehren ans Nachwuchsleistungszentrum und dort für die U17-Mannschaft arbeiten. „Wir freuen uns, dass Benny in Zukunft wieder Teil des Trainerteams bei uns ist“, sagt NLZ-Leiter Benjamin Liedtke. Hoose verfüge über viel Erfahrung in der Förderung von Talenten und kenne die Arbeitsweise in der Nachwuchsausbildung des FC St. Pauli bestens. „Deswegen bin ich überzeugt, dass alle Beteiligten von dieser neuen Konstellation profitieren werden“, ergänzte Liedtke.
Carsten Neitzel bleibt U23-Coach beim FC St. Pauli
Neitzel hingegen wird bei der U23 in Amt und Würden bleiben. Der 58-Jährige hat in der Vergangenheit bereits Klubs wie Rot-Weiss Essen oder Holstein Kiel trainiert und in seiner Zeit beim Kiezklub-Nachwuchs für eine kleine Trendwende sorgen können. „Unter Karsten Neitzel hat sich unsere U23 deutlich stabilisiert und verlorenes Selbstvertrauen zurückgewonnen, deswegen wollen wir den eingeschlagenen Weg mit ihm fortsetzen“, sagte der Sportliche Leiter Carsten Rothenbach.
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Trotz der großen Herausforderung gehe man optimistisch in die zweite Saisonhälfte, „weil wir überzeugt davon sind, dass der Klassenerhalt möglich ist“. In den bisherigen 21 Begegnungen sind den Braun-Weißen erst zwei Siege gelungen, 14 Punkte stehen zu Buche, die Lücke zu den definitiv sicheren Tabellenplätzen beträgt bereits sieben Zähler. Abhängig ist die Anzahl der Absteiger von denen aus der 3. Liga, aus der der TSV Havelse vermutlich wieder in den Fahrstuhl abwärts steigen wird – aber sonst kein weiterer Nord-Verein. Entsprechend könnte schon Platz 15 am Ende reichen. Dort steht aktuell Eintracht Norderstedt, die Distanz ist mit vier Punkten aber überschaubar.
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