Bayern-Star Olise legt sich mit St. Pauli-Fans an, dann fliegen Gegenstände
Ab Minute 20 war klar, dass die Beziehung keine harmonische mehr werden würde. Und je länger die Partie dauerte, desto mehr Beef kam auf zwischen Bayerns Michael Olise und den Fans des FC St. Pauli am Millerntor. Der Punktsieger stand früh fest, hätte aber einen souveränen Abgang haben können.
Nach 59 Minuten hatte er sein Tagwerk vollbracht, und das sowohl sehenswert als auch erfolgreich. Die Münchener lagen bereits mit 3:0 vorne, als der Franzose gegen Luis Diaz ausgewechselt wurde – und sich ein letztes Mal, dafür aber ausgiebig mit dem Hamburger Publikum anlegte. Das pfiff den 24-Jährigen nach Kräften aus, der reagierte mit hämischem Applaus und zog die Nummer so lange durch, bis er endlich auf der Bank Platz genommen hatte. Nicht ohne vorher noch mit leichteren Gegenständen von der Gegengerade beworfen worden zu sein.
St. Paulis Mets gerät mit Olise aneinander
Aber warum die Abneigung? Sie hatte ihre Wurzeln in Minute 20. Da war Olise in einem von Körperlichkeit geprägtem Laufduell gegen Karol Mets an der Außenlinie vor der Gegengerade zweiter Sieger und ließ sich vom St. Pauli-Routinier zu einem Schubser provozieren. Konsequenz: Referee Tobias Stieler hielt beiden Protagonisten eine ausgiebige Predigt, die St. Pauli-Fans hatte der Ausnahmekönner fortan komplett gegen sich.

Bayerns Olise von St. Pauli-Fans ausgepfiffen
Bei jedem Ballkontakt Olises war in der Folge ein deutliches Pfeifkonzert vernehmbar. Und der Nationalspieler zeigte sich dabei teils unerwartet dünnhäutig, zählte nach einem Foul von Lars Ritzka an ihm sichtbar mit den Fingern nach, wie oft er schon gelegt worden sei, um damit eine Gelbe Karte zu fordern, machte sich damit naturgemäß ebenfalls keine Freunde.
Bayern-Star provoziert die Kiezklub-Anhängerschaft
Dass sich ausgerechnet Joel Chima Fujita als Racheengel für Ritzka profilieren wollte, war der erste Schritt für Olise hin zum Gewinner. Zwar sah auch er Gelb, nachdem ihn der St. Paulianer rüde umgehauen hatte, aber eben auch Fujita, der dadurch gegen Köln gesperrt fehlen wird. Und schließlich ging Olise auch aus dem persönlichen Duell mit Mets als Sieger hervor, denn ausgerechnet der spielte ihm den Ball, den er kurz darauf zum 3:0 in die Maschen bugsierte, direkt in den Fuß.
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Dass der Bayern-Profi sein Tor demonstrativ und gestenreich vor der Gegengerade bejubelte und dabei sichtlich genoss, bepöbelt zu werden, hätte man problemlos als unsportliche Aktion bewerten und mit Gelb bestrafen können, was in diesem Fall Gelb-Rot gewesen wäre. Auch wenn das gewiss nichts Gravierendes am Endresultat geändert hätte. Kurz danach nahm Coach Vincent Kompany Olise dann vom Platz.
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