St. Pauli jubelt in Gladbach

In Gladbach feierte St. Pauli den Siegtorschützen Louis Oppie (M.). Foto: IMAGO/fohlenfoto

Ohne Druck nach Leverkusen: St. Pauli setzt auf „die Magie des Pokals“

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Es ist eine in dieser Saison gern genommene Abwechslung. Während der FC St. Pauli in der Liga in Form des Klassenverbleibs viel zu verlieren hat, gibt es im DFB-Pokal-Wettbewerb nur zu gewinnen für die Braun-Weißen. Das war in den vergangenen beiden Runden so und ist am Dienstag (20.45 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) nicht anders. Entsprechend wenig Druck lastet auf den Schultern der gepeinigten Protagonisten.

Bayer Leverkusen. Und das auch noch auswärts. Es war nicht wirklich nett von der allseits beliebten Trainer-Ikone Friedhelm Funkel, was er sich da bei der Auslosung des Viertelfinals für die Hamburger ausgedacht hatte. Aber jammern hilft nichts, und die Ereignisse der vorherigen Cup-Partien geben St. Pauli durchaus Zuversicht mit auf den Weg.

St. Pauli überraschte zuletzt auch in Gladbach

„Natürlich“, schoss es aus Jackson Irvine heraus, als er direkt nach dem 1:2 von Augsburg gefragt wurde, ob er seiner Mannschaft einen Sieg in Leverkusen zutraue. „Das ist die Magie des Pokals. Ich bin mir sicher, als wir die acht, neun Niederlagen in Folge hatten und nach Gladbach gefahren sind, hat uns das auch niemand zugetraut.“ Tatsächlich hätte sich Anfang Dezember niemand über ein Aus bei der Borussia gewundert, doch wie schon in der zweiten Runde beim Elfer-Drama gegen Hoffenheim bewies St. Pauli Charakter und siegte mit 2:1.

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Warum also nicht ein drittes Mal? „Ich weiß, dass wir, wenn wir auf unserem höchsten Level spielen, Probleme für alle Teams verursachen können“, ergänzte Irvine. „So kann es für uns auch am Dienstag sein.“ Auch wenn Bayer nach einer längeren Durststrecke zuletzt wieder die Kurve bekommen hat, in der Königsklasse gegen Villarreal und in der Liga auswärts in Frankfurt gewann.

Kiezklub-Coach Alex Blessin als Psychologe gefragt

St. Pauli hingegen geht einmal mehr mit einem Schlag ins Kontor ins Rennen nach dem bitteren Ding von Augsburg – und darf sich trotzdem davon nicht unterkriegen lassen. „Positiv zu sein, ist jetzt meine Aufgabe“, wusste Trainer Alexander Blessin schon kurz nach dem Schlusspfiff. „Und ab morgen gehen wir dann das nächste Thema an, und das ist Leverkusen. Da haben wir nicht den Druck, Punkte zu holen, sondern da wollen wir in die nächste Runde kommen und dann schauen wir mal, was da geht.“

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