Noch kein offizieller St. Pauli-Abschied: Was wird aus James Sands?

James Sands an der Kollaustraße
Zuletzt ließ sich James Sands öfter wieder am St. Pauli-Trainingsgelände sehen. Dort machte er Teile seiner Reha.

Eigentlich hätte man ihn mit als Erstes offiziell verabschieden können. Schließlich war allgemein bekannt, dass die Leihe von James Sands an den FC St. Pauli nach Saisonende ausläuft und der US-Amerikaner zu seinem Stammverein nach New York zurückkehren würde. Doch bis heute ist beidseitig keine Vokabel diesbezüglich publiziert worden. Ein Schweigen, das Hoffnung macht?

Bis zum Jahreswechsel 2028/29 steht der 25-Jährige unter Vertrag bei New York City FC, also noch schlanke zweieinhalb Jahre. Im vergangenen März kletterte er in Bezug auf Marktwert auf eine neue Bestmarke, wird jetzt bei „transfermarkt.de“ auf fünf Millionen Euro taxiert. Seine stabilen Leistungen in der Bundesliga haben sich also ausgezahlt – doch dann kam bekanntermaßen der Schock.

James Sands fehlte St. Pauli im Saisonendspurt

Im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt hatte sich der defensive Mittelfeldakteur, der beim 2:3 in Dortmund seinen ersten Treffer für St. Pauli erzielt hatte, sehr schwer verletzt. So schwer, dass er am linken Sprunggelenk operiert werden musste und für den Rest der so bitter geendeten Saison ausfiel. Es war das Aus aller WM-Hoffnungen des Protagonisten. Und der Sands-K.o. traf den Kiezklub bis ins Mark, denn so unauffällig der Profi meist auch agierte, so wichtig war er für die Statik der Braun-Weißen.

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Das hatte Sands in den 35 Einsätzen für St. Pauli nachhaltig unter Beweis gestellt. Und es war eine Beziehung, die auf gegenseitiger Zuneigung beruhte: Der Spieler, einer von eher zurückhaltendem Naturell und extrem mannschaftsdienlich, hatte seine Position in der Gruppe gefunden und wurde von den Kollegen in besonderem Maße geschätzt. Dementsprechend war auch klar, dass eine Zukunft von James Sands im Fall des Klassenerhalts durchaus realistische Züge besessen hatte.

James Sands zuletzt wieder beim Kiezklub-Training

Aber St. Pauli stieg ab. Und das macht die Nummer dergestalt kompliziert, dass die Wahrscheinlichkeit auf einen Verbleib nicht besonders hoch eingestuft werden kann. Zunächst einmal hängt seine Zukunft natürlich vom Heilungsprozess ab, wobei Sands in den letzten Wochen der abgelaufenen Saison schon wieder an der Kollaustraße gesichtet wurde und sein Reha-Programm durchführte. Wenn alles glatt läuft, was ihm von Herzen zu wünschen ist, dürfte er zeitnah wieder ins normale Training einsteigen.

Zukunft von St. Paulis James Sands offen

Dass das in Hamburg passiert, ist jedoch nur bedingt realistisch. Sands hatte schon zu Zeiten bei den Glasgow Rangers unter Beweis gestellt, dass er für höhere Aufgaben taugt. Und vermutlich wird er sich eine neue suchen, eine erstklassige. Ob in seiner Heimat oder bei einer weiteren Station in Europa, womöglich weiterhin in der Bundesliga, ist derzeit nicht absehbar.