Wolfsburg vor Trainer-Entscheidung: Ist St. Paulis Blessin raus?
Das Wichtigste vorweg: Vom FC St. Pauli ist auch an diesem ersten Montag im Juni keine offizielle Neuerung in Bezug auf die Trainerposition zu erwarten. Weiterhin ist offen, ob Alexander Blessin seinen laufenden Vertrag auf dem Kiez erfüllt oder eben nicht. Allerdings gibt es beim VfL Wolfsburg, der angeblich massives Interesse am 53-Jährigen gehabt haben soll, wohl eine dynamische Entwicklung bei einem anderen Coach.
Wie zuerst die „Wolfsburger Nachrichten“ berichteten, hat Mitabsteiger Wolfsburg sehr gute Karten im Poker um Tobias Strobl. Der Ex-Spieler hat sich beim SC Verl einen Namen gemacht und ist eines der heißesten Eisen aktuell im deutschen Fußball. Unter anderem war er in Zusammenhang mit der Nachfolge von Christian Eichner beim KSC genannt worden. Jetzt mühen sich also die Wölfe um seine Dienste.
Strobl statt Blessin nach Wolfsburg?

Der Druck an Aller und Ise ist enorm, schließlich muss Ex-Trainer Dieter Hecking, der seit Montag Geschäftsführer Sport beim VfL ist, so schnell wie möglich den Kader runderneuern. Und bevor da weitere Schritte getätigt werden können, braucht es natürlich den neuen Übungsleiter. Und der soll wohl nun Strobl heißen und doch nicht Blessin.
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Fix ist allerdings noch gar nichts. Wie Blessin hat auch Strobl (38) einen noch ein Jahr gültigen Vertrag und müsste aus eben jenem rausgekauft werden. Daran wird es in Wolfsburg gewiss nicht scheitern, aber Geld zu verschenken hat selbst der VfL nicht. Lange ziehen wird sich die Nummer allerdings kaum aus oben erwähnten Gründen. Und ein alternativer Kandidat kursiert zudem noch: Laut der „Wolfsburger Allgemeinen“ spielt Mitch Kniat, der bis Saisonende Arminia Bielefeld trainierte, ebenfalls eine Rolle.
St. Pauli hat einen Trainer-Kandidatenkreis eingeengt
Und St. Pauli? Lässt sich weiterhin Zeit und nicht unter Druck setzen. Allerdings schwindet mit jedem weiteren Tag ohne Bekenntnis von Blessin Glaube und Wahrscheinlichkeit, dass der Ex-Stürmer mit den eingeforderten 100 Prozent die Saison nach dem Abstieg angehen kann. Ein Wechsel auf der Position rückt entsprechend näher, St. Pauli hat bekanntlich auch schon einen Kandidatenkreis eingeengt, um für alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Und es ist durchaus anzunehmen, dass auch längst Gespräche geführt worden sind.
Kiezklub möchte eine Ablöse, wenn Blessin geht
Weil St. Pauli vor zwei Jahren eine Summe im hohen sechsstelligen Bereich an Union St. Gilloise bezahlt hatte, um Blessin an die Elbe zu holen, möchte der Klub logischerweise ebenfalls eine Ablöse generieren, sollte Blessin bei einem anderen Verein den Job antreten. Darum kann es durchaus sein, dass intern längst eine Entscheidung gefallen ist, diese aber erst kommuniziert wird, wenn die Modalitäten mit einem neuen Blessin-Klub geklärt sind.
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