FC St. Pauli

Neuer Trainer, neues Glück? Was beim Kiezklub gerade anders läuft als zuvor

Training in der Vorbereitung des FC St. Pauli im Juli 2026
Auf dem Trainingsplatz des FC St. Pauli ist es derzeit immer rappelvoll.

Mit Grausen entsinnt man sich auf dem Kiez an das stets prall gefüllte Lazarett der Vorsaison. Nun sind knapp drei Wochen der Vorbereitung um, und es tut sich in Sachen Verletzungen Erfreuliches.

Das Beobachten der Trainingseinheiten des FC St. Pauli sind dieser Tage von überschaubar viel Entspannung begleitet. Dadurch, dass sämtliche Übungen auf dem hinteren der beiden Plätze an der Kollaustraße durchgeführt werden, weil der vordere Rasen frisch bestückt ist und geschont wird, sind Adleraugen oder Hilfsmittel gefragt, um alle Teilnehmer zu identifizieren. Klar wird einem aber schon auf Anhieb: Es ist rappelvoll!

Das war auch am Montagnachmittag so, als sich nur eine Hand voll Kiebitze und Autogrammjäger am Trainingsgelände eingefunden hatte. Die bekamen, wenn sie des Zählens mächtig waren, folgendes zu sehen: 21 fitte und komplett gesunde Feldspieler plus Manolis Saliakas, der individuell und vor allem im läuferischen Bereich trainierte, sowie die beiden Torhüter Ben Voll und Simon Spari plus zwei Nachwuchskeeper, von denen einer angeschlagen früh abbrach.

Nur ein St. Pauli-Profi fehlt derzeit wegen Verletzung im Training

Nimmt man die drei abwesenden, weil urlaubenden WM-Fahrer Eric Smith, Jackson Irvine und Connor Metcalfe dazu, ist man schon bei 25 Feldspielern. Fehlt unterm Strich noch einer fürs große Ganze, und das ist Adam Dzwigala. Ausgerechnet der nahezu nie angeknockte Pole, ein Muster an Beständig- und Verfügbarkeit, ist derzeit der einzige „Verletzte“, wobei der Begriff eigentlich schon zu hoch gegriffen ist. Denn Dzwigala hat lediglich mit muskulären Problemen zu kämpfen.

Das ist vor allem für Coach Marcel Rapp natürlich in höchstem Maße erfreulich und nicht zu vergleichen mit Situationen, wie sie sein Vorgänger hatte meistern müssen. Im ersten Trainingslager unter Alex Blessin hatten unter anderem in Nikola Vasilj und Sascha Burchert beide etatmäßigen Keeper nicht an den Einheiten teilhaben können, auch Säulen wie Eric Smith oder Jackson Irvine hatten nur sehr eingeschränkt mitgewirkt.

Stand jetzt fährt St. Pauli mit voller Kappelle ins Trainingslager

Noch viel schlimmer war es dann in der vergangenen Saison gelaufen, als sich gleich reihenweise wichtige Akteure schlimme Blessuren zugezogen hatten und lange nicht verfügbar waren. Stand jetzt wird der FC St. Pauli aber mit der kompletten Kapelle am Freitag in Richtung Flachau in Österreich aufbrechen, ausgenommen erneut das WM-Trio. Für einen Neubeginn mit anderen Automatismen, Abläufen und Spielideen ist das natürlich die allerbeste Voraussetzung.

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