Arkadiusz Pyrka stoppt einen Ball im Sprung mit der rechten Außenseite.

Arkadiusz Pyrka weiß mit der Kugel umzugehen. Foto: WITTERS

„Hoffe, dass er anruft“: St. Paulis Pyrka schielt wegen eines Traums auf sein Telefon

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Der Mann hat nicht so fürchterlich viel falsch gemacht in den letzten acht, neun Monaten, das kann man mal festhalten. „Ohne jede Erwartung“, sagt Arkadiusz Pyrka, sei er im vergangenen Sommer zum FC St. Pauli gekommen, die nicht vorhandenen Erwartungen hat der 23-Jährige längst übertroffen. Am Ende seines Weges aber sieht er sich noch lange nicht.

Bekanntlich war der Pole mit einem halben Jahr Zwangspause auf den Kiez gewechselt, weil sich Ex-Klub Piast Gliwice schwer tat mit seiner Entscheidung, seinen Vertrag vor Ort nicht zu verlängern. Dass er Ende Februar 2026 bei 20 Bundesligaspielen stehen, in einer der besten europäischen Ligen zum Stammpersonal zählen würde, hätte er sich noch vor einem Jahr nicht träumen lassen. Apropos Träume…

St. Paulis Arkadiusz Pyrka wünscht sich sein erstes Tor

Es gibt naturgemäß noch einige, die sich Pyrka erfüllen will. Und das möglichst zeitnah. Sein erstes Bundesliga-Tor zum Beispiel, „auch wenn mir Siege viel wichtiger sind“, erklärte er. „Wir wollen die Liga halten, darum brauchen wir die dringender.“ Wie zum Beispiel das jüngste 2:1 gegen Werder Bremen. „Für uns war das sehr wichtig, denn wir sind jetzt auf dem 16. Platz. Die Stimmung im Team ist gerade sehr gut.“ Und bei ihm sowieso.

„Ich glaube, es ist gerade ein guter Moment für mich, mit St. Pauli in der Bundesliga zu spielen“, sagte Pyrka. „Darüber bin ich sehr glücklich. Ich habe mich in vielem verbessert.“ Aber das sei noch diese eine Sache: „Wenn wir den Ball verlieren, müssen wir direkt ins Gegenpressing. Das ist für mich am wichtigsten.“ Angesichts des Tempos seiner Fortentwicklung zweifelt wohl niemand daran, dass er auch das noch ins Repertoire gehievt bekommt.

Pyrka beim Kiezklub plötzlich seitenverkehrt

Zumal er schon einen mega Satz gemacht hat, der ihm am Ende noch die Welt bedeuten kann. Bei „transfermarkt.de“ wird Pyrka, der im Team von allen nur Arek gerufen wird, noch als reiner Rechtsfuß geführt mit den Positionen Rechtsverteidiger, Rechtsaußen, rechtes Mittelfeld. Bei St. Pauli indes beackert er seit einigen Wochen nur noch die linke Bahn, und das sehr erfolgreich!

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„Ich mag es wirklich“, erläuterte er lächelnd. „Ich kann dort offensiv noch mehr tun, nach innen ziehen, schießen und hoffentlich bald auch treffen.“ Wenn er jetzt eine Lieblingsposition benennen müsste, „dann würde ich mir die linke Seite aussuchen“. Zumal sein Potenzial dort auch anderen Fachleuten nicht verborgen geblieben sein dürfte. Zwar habe er aktuell keinen Austausch mit Nationaltrainer Jan Urban, „aber ich hoffe, dass er anruft“.

Arkadiusz Pyrka hofft auf einen bestimmten Anruf

Denn es stehen wichtige Partien vor der Tür, nicht nur für den FC St. Pauli. Am 26. März steht für die Polen das WM-Playoff-Halbfinale gegen Albanien auf dem Programm, und sollte die Partie vor heimischem Publikum gewonnen werden, wartet das Endspiel beim Sieger des Duells Ukraine gegen Schweden. Keine unlösbaren Aufgaben allesamt, das weiß auch Pyrka. „Natürlich ist die WM-Teilnahme ein großer Traum. Aber erst einmal wollen wir in der Bundesliga bleiben. Die Weltmeisterschaft kommt danach.“

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