Louis Oppie jubelt mit Martijn Kaars

Louis Oppie und Martijn Kaars bejubeln den Siegtreffer des FC St. Pauli beim Pokal-Duell im Dezember. Foto: IMAGO/pepphoto

„Natürlich für ihn eine Chance“: Überraschende Startelf-Tür für St. Pauli-Profi

kommentar icon
arrow down

Als Alexander Blessin am vergangenen Sonntag nach dem 0:0 gegen Frankfurt noch Schlimmes befürchtet hatte beim verletzt ausgewechselten Manolis Saliakas, brachte der Coach des FC St. Pauli einen seiner Schützlinge wieder ganz nach oben auf die Liste: „Dann wird die Zeit von Louis Oppie wieder kommen“, hatte der 52-Jährige gesagt. An Borussia Mönchengladbach hat der besagte Protagonist beste Erinnerungen.

Man schrieb den 2. Dezember des vergangenen Jahres, als St. Pauli im Achtelfinale des DFB-Pokals im Borussia-Park anzutreten hatte – mit sage und schreibe neun Niederlagen in Serie im Gepäck. Doch dieser Abend sollte einen großen Schritt zur Wende bringen, und Louis Oppie hatte daran ein gerüttelt Maß Anteil.

Louis Oppie erzielte St. Paulis Siegtor

Zum einen durch eine starke Leistung nach anfänglichen Problemen mit dem Resultat, dass Gegenspieler Franck Honorat bereits nach 68 Minuten vorzeitig Feierabend hatte. Als Krönung einer auffälligen Darbietung gelang dem ehemaligen Bielefelder in der 83. Minute der viel umjubelte 2:1-Siegtreffer, nachdem er 20 Minuten zuvor nur das Außennetz getroffen hatte.

Das könnte Sie auch interessieren: St. Pauli Schlusslicht – aber was heißt das?

Bis Weihnachten hatte der Mann für die linke Schiene seinen Stammplatz sicher, doch mit dem neuen Jahr begann eine Talsohle. In Wolfsburg und Dortmund war Oppie noch eingewechselt worden, im Derby gegen den HSV spielte er gar durch. Doch das waren bis heute die letzten Momente auf dem Platz für den gebürtigen Berliner – abgesehen von einem Startelf-Einsatz beim Pokal-Aus in Leverkusen, als er aber schon zur Pause ausgewechselt wurde.

Kiezklub-Coach Alex Blessin glaubt an Louis Oppie

Eine neue Situation für den 23-Jährigen. Eine, die er meistern muss, um den nächsten Schritt in seiner Laufbahn zu machen. Das weiß natürlich auch sein Trainer. „Ich habe erst heute wieder mit ihm gesprochen“, sagte Blessin am Mittwoch. „Wenn Manos ausfällt, und wir wissen nicht, wie lange, dann ist das natürlich für ihn eine Chance, Spielminuten zu bekommen.“

Und dieser scheint sich der Profi, der sich der Unterstützung seines Chefs sicher sein kann, bewusst zu sein. „Ich fand schon, dass er im Training stabil wirkt und – salopp gesagt – den Kampf jetzt angenommen hat“, erklärte Blessin und untermauerte: „Louis wird sicher noch eine Rolle spielen, ich bin von ihm überzeugt.“

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
test