Ein Kopfballduell im St. Pauli-Training

Im St. Pauli-Training am Mittwoch ging es gewohnt zur Sache – mit Folgen in letzter Minute. Foto: WITTERS

Laute Schreie, Mitspieler geschockt: St. Pauli-Stammspieler verletzt sich im Training

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Es ist eigentlich ein ungeschriebenes Gesetz, dass sich Glück und Unglück im Lauf einer Fußball-Saison ausgleichen. Dem FC St. Pauli allerdings muss in den verbleibenden vier (oder sechs) Spielen anno 2025/26 noch jede Menge Gutes widerfahren, um noch zu einem Gleichstand zu gelangen. Denn auch jetzt, kurz vor Schluss, rennt dem Kiezklub das Pech in Siebenmeilenstiefeln hinterher.

Das war am vergangenen Freitag so, als ein strittiger Elfmeter zum späten Ausgleichstreffer für den 1. FC Köln führte. Es setzte sich am Wochenanfang fort, dadurch, dass Nikola Vasilj und vor allem Eric Smith, dessen Comeback sehnlichst erwartet wird, gleich zwei Säulen mit grippalem Infekt nicht trainieren konnten. Und es fand am Mittwoch einen neuen Tiefpunkt.

St. Paulis Mathias Pereira Lage schwer verletzt

Die tägliche Einheit des FC St. Pauli lag in den letzten Zügen, die finale Spielform war quasi vorbei, als noch ein langer Ball nach vorn geschlagen wurde. Eine zu kurze Brustablage und ein Versuch, den Ball zu erreichen, später hallten markerschütternde Schreie über die Anlage an der Kollaustraße. Als Anwesender musste man entsetzt die Hände vors Gesicht oder über die Ohren halten, denn es war sofort klar, dass Mathias Pereira Lage sich sehr schwer verletzt hatte.

Dem Franzosen war, so sah es aus der Distanz aus, Torhüter Emil Gazdov in oben beschriebener Situation unabsichtlich mit dem gesamten Körpergewicht auf das linke Bein gestürzt. Sofort eilte die medizinische Abteilung herbei, kümmerte sich um den 29-Jährigen, dessen Knie in dicke Eisbeutel gepackt wurde. Eigenständig gehen war für St. Paulis Offensivmann nicht mehr möglich.

Kiezklub-Kollegen geschockt

Viele Mitspieler hockten erschrocken auf dem Boden, gingen in die Knie. Sie wussten, dass ihrem geschätzten Kollegen Schlimmes widerfahren war. Und sie wussten, dass Mathias Pereira Lage auf jeden Fall in dieser Saison nicht mehr helfen können wird, auch wenn eine Untersuchung in Form einer MRT natürlich noch abgewartet werden muss. Aber all das, was man sehen und hören musste, lässt auf eine böse Verletzung und eine lange Pause schließen.

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Mal wieder. Denn es ist abnorm, wie oft der FC St. Pauli in dieser Spielzeit von derlei Rückschlägen penetriert wird. Jackson Irvine, Karol Mets, David Nemeth, Ricky-Jade Jones (gleich zweimal), Andréas Hountondji, James Sands – sie alle fehlten dem Kiezklub monatelang. Und jetzt also, wenige Tage vor dem so wichtigen Spiel beim 1. FC Heidenheim, Mathias Pereira Lage. Der Mann der tausend Sprints und intensiven Läufe, der so wichtig ist fürs Gesamtkonstrukt.

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