Nächster Afolayan-Tiefpunkt: Blessin zieht anderen Spieler vor – Trennung rückt näher
Das war’s dann wohl endgültig. Wenn es noch eines Beweises bedurfte, dass die Dienste von Oladapo Afolayan beim FC St. Pauli nicht mehr gefragt sind, dann wurde der am Dienstag erbracht. Alles andere als eine Trennung in der Winterpause würde kaum mehr Sinn ergeben.
Er hatte schon beim Heimspiel gegen den 1. FC Union Berlin (0:1) und am vergangenen Samstag beim 1:3 in München nicht im Spieltagskader gestanden. Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Andréas Hountondji (muskuläre Probleme im Oberschenkel) war für das DFB-Pokalspiel in Mönchengladbach (2:1) aber ein Stürmer-Platz frei geworden.
Blessin entschied sich für Ahlstrand statt Afolayan
Aber selbst das veranlasste Trainer Alex Blessin nicht dazu, Afolayan zu nominieren. Der Engländer musste erneut in Hamburg bleiben, stattdessen nahm Blessin in Erik Ahlstrand einen Profi mit, der auch beim Spiel der eigenen U23 gegen den VfB Oldenburg (1:1; fand ebenfalls am Dienstagabend statt) hätte Spielpraxis sammeln können.
Mehr Winke mit dem Zaunpfahl braucht es eigentlich nicht. Wenn ein Coach freiwillig drei Mal hintereinander auf einen gesunden Spieler verzichtet, zumal noch in prekärer sportlicher Situation, dann transportiert das die klare Botschaft: Ich traue ihm nicht zu, dass er uns helfen kann. Das bestätigte Blessin dann mit anderen Worten auch nach dem Spiel.
Extra-Lob für Ahlstrand
Afolayan sei aus sportlichen Gründen nicht im Aufgebot gewesen, erklärte der 52-Jährige und schob hinterher: „Jeder hat die Chance.“ Nämlich sich abseits der Spiele in den Einheiten anzubieten. Und das hat nach seiner Wahrnehmung Erik Ahlstrand besser genutzt. „Er hat das hervorragend gemacht mit seiner Schnelligkeit und wie er nachsetzt“, lobte Blessin. „Das wollte ich belohnen, auch wenn er nicht zum Einsatz gekommen ist.“
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Die Quintessenz war schon am Wochenende bei Afolayan so angekommen. Er hatte mit dem Post eines Bibelverses bei Instagram sinngemäß wissen lassen, dass er nicht gewillt ist, sich unterkriegen zu lassen. Bei St. Pauli wird er vermutlich keine Gelegenheit mehr bekommen, dies als Reaktion auf dem Platz zu zeigen.
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