FC St. Pauli

Nächster Abgang? Das ist dran am Buhlen aus Griechenland an St. Paulis Saliakas

Manolis Saliakas im Testspiel bei Kickers Emden
Manolis Saliakas im Testspiel bei Kickers Emden. Der Grieche wird aus der Heimat umworben.

Es könnte eine langatmige Transferperiode werden für den FC St. Pauli. Das hat auch Sportchef Andreas Bornemann auf dem Zettel – und ordnet ein Gerücht um Manolis Saliakas ein.

Stand jetzt hätte der FC St. Pauli eine mehr als schlagkräftige Zweitliga-Truppe beisammen. Der Kader, der sich seit Freitag im Trainingslager in Flachau befindet, plus die drei WM‑Fahrer – das sind schon Pfunde, mit denen man wuchern kann. Dumm nur, dass die Transferperiode noch sechs Wochen lang läuft und das Karussell gerade mal angefangen hat, sich zu drehen. Ein arrivierter Kiezkicker mittendrin.

„Wir sind so darauf vorbereitet, wie man sich eben darauf vorbereiten kann“, erklärte Andreas Bornemann, der sich gerade mit einer Personalie auseinandersetzen muss, von der das nicht zwingend zu erwarten gewesen war. „Das ist jetzt nicht völlig abwegig“, beurteilte der Sportchef das kolportierte Interesse von Olympiakos Piräus an Rechtsverteidiger Manolis Saliakas und erkannte zudem „einen logischen Hintergrund“. 

Olympiakos Piräus hat Interesse an St. Paulis Manolis Saliakas

Piräus startet in der Champions League. „Was brauchen sie da, welche Anforderungen warten auf sie, was ist mit lokal ausgebildeten Spielern?“, zählte Bornemann auf. Und auch aus Spieler-Warte könne daraus ein Schuh werden. Saliakas hat von 2013 bis 2019 bereits bei Olympiakos unter Vertrag gestanden, wird im September 30 Jahre jung, hat noch nie in der Königsklasse gekickt. „Im Paket“, bilanzierte Bornemann, „ist das schon eine reizvolle Geschichte.“

Auch St. Paulis Coach Rapp kann den Rechtsverteidiger gut gebrauchen

Was mitnichten gleichbedeutend damit ist, dass die Nummer dann auch konkreter und umgesetzt wird. Denn auch St. Pauli kann Saliakas, der in seine fünfte Saison auf dem Kiez geht, bestens gebrauchen. „So, wie Marcel Rapp diese Position interpretiert, ist Manos einer von drei, vier relevanten Spielern bei uns“, sagte Bornemann. „Daher wäre es der Verlust eines Spielers, der auf einem hohen Niveau verlässlich auf dieser Position funktioniert.“

Unmut regt sich beim Sportchef indes auf keine Weise. „Es ist halt bei uns, wie es immer ist. Wir müssen uns mit allem irgendwie auseinandersetzen“, erklärte der 54-Jährige, der immerhin ansonsten von keinen weiteren Entwicklungen zu berichten weiß. Nicht bei Joel Chima Fujita, nicht bei Connor Metcalfe, nicht bei Eric Smith. Letzterer wird, das erwähnte Bornemann, noch in Österreich erwartet, gegen Ende der acht Tage. „Er ist ja ein bisschen früher aus der WM raus als die Australier“, sagte er.

Eric Smith soll noch in Flachau ins Training einsteigen

Am kommenden Mittwoch soll der Schwede anreisen und dann noch zwei, drei Tage mit der Mannschaft trainieren. An seine Teilnahme beim Testspiel am kommenden Freitag gegen den AFC Bournemouth ist freilich nicht zu denken. „Das wäre völlig illusorisch“, betonte Bornemann und gab sich generell sehr entspannt. Denn der Zeitraum, in dem auch beim FC St. Pauli noch viele Rädchen in Bewegung kommen können, ist noch rund einen Monat entfernt. „In den letzten zehn, 14 Tagen“, glaubt Bornemann, werde es auf dem Markt erst richtig rundgehen.

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