Champagner nach Sieg! Dieser Kult-Sänger war in St. Paulis Kabine zu hören
Es ist ein Ritual, das an jedem Fußballplatz der Republik sein Zuhause hat. Nach einem Sieg wird in der Kabine der erfolgreichen Mannschaft die Musik mit möglichst tatkräftiger Unterstützung des Subwoofers aufgedreht, auf dass die Wände wackeln und die Fensterscheiben erzittern. Das ist eigentlich beim FC St. Pauli nicht anders, am Dienstagabend aber gab es eine Ausnahme.
Der 2:1-Erfolg im DFB-Pokal-Achtelfinale bei Borussia Mönchengladbach war rund 20 Minuten jung, die Spieler waren in die Umkleide entschwunden, da ertönte aus dem Hamburger Bereich gar Exotisches. Die versammelte Journaille in der Mixed Zone rätselte und fand dann dank hierfür entwickelter Apps heraus, was man da zu hören bekam: Es war der Hit „Sampanjac“ (deutsch: Champagner) des bosnisch-serbischen Folk-Sängers Mile Kitic. Der 73-Jährige ist einer der größten Stars seiner Branche auf dem Balkan.
St. Pauli feiert mit Musik von Mile Kitic
Und es war natürlich kein Zufall, dass dieser Song gespielt wurde. Vielmehr erklang er zu Ehren von Kiezklub-Keeper Nikola Vasilj, der am Dienstag nicht nur den Sieg, sondern auch seinen 30. Geburtstag feiern durfte. Und das dank des Erfolgs im Borussia-Park und seiner eigenen Leistung vergleichsweise ausgelassen.
Zwar hatte ihn Nationalmannschafts-Kollege Haris Tabakovic wie beim 0:4-Debakel vor wenigen Wochen am Millerntor schon wieder überwunden, diesmal mit einem unhaltbaren Kopfball. Aber Vasilj hat seine zwischenzeitliche Wackel-Phase definitiv überwunden und ist wieder der gewohnt sichere Rückhalt, der er immer war.

Kiezkeeper Nikola Vasilj wieder ein sicherer Rückhalt
Die Partie in Gladbach war die bereits 145. der bosnischen Nummer eins für den Kiezklub, seit Sommer 2021 steht er zwischen den braun-weißen Pfosten. Viel zu tun hatte er nicht an diesem Dienstagabend angesichts der stabilen Leistung seiner Vorderleute, aber wenn er denn gefordert wurde wie bei den Distanzschüssen von Kevin Stöger (11.) und Rocco Reitz (90.+3), war er zur Stelle.
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Insgesamt finden sich in seiner persönlichen Statistik fünf Paraden und jeweils eine 100-Prozent-Quote bei abgefangenen Flanken und eigenen Abwürfen. Da darf man gern mal eine Pulle Schampus entkorken, wenn auch nur auf musikalische Weise.
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