Nach Abstieg: St. Pauli-Marktwerte stürzen ab – nur ein Profi legt zu
Am Mittwochmittag gab das Portal transfermarkt.de turnusmäßig die neuen Marktwerte der Bundesliga-Profis bekannt. Dass es beim FC St. Pauli ob des Abstiegs nicht viel zu feiern geben würde, war im Vorfeld klar. Dass aber nur ein Spieler zulegte, während eine komplette Elf teils derbe einbüßte, ist schon derbe.
Nehmen wir die einzige positive Nachricht vorweg, und die kommt nicht überraschend. Lange hatten sie beim FC St. Pauli auf den Moment des Durchbruchs von Abdoulie Ceesay gewartet, in den letzten drei Partien der Saison 2025/26 war es dann soweit. Der Stürmer traf in jeder der Begegnungen je einmal, was zwar den Sturz auf Rang 18 und in Liga zwei nicht verhindern konnte. Der 22-Jährige aber legte um 200.000 Euro an Wert zu und wird nun bei exakt einer Million Euro eingeordnet.
Drei St. Pauli-Routiniers verlieren an Wert
Abwärts ging es hingegen gleich für satte elf Akteure, die in der mittlerweile beendeten Saison Braun-Weiß getragen haben, allerdings nicht nur wegen der sportlichen Darbietungen. Bei einigen der Protagonisten spielt auch das fortgeschrittene Alter eine entscheidende Rolle. Zum Beispiel bei den 33-Jährigen Jackson Irvine (von 1,5 auf eine Million Euro), Karol Mets (von 800.000 auf 700.000 Euro) sowie bei Adam Dzwigala (30). Der Pole verlor ebenfalls 100.000 Euro an Wert, steht jetzt bei 800.000 Euro.
Ein Mix aus Alter, Verletzungen und gezeigten Leistungen führte bei weiteren Spielern zu nennenswerten Einbußen. Mathias Pereira Lage (29) fiel von 3,5 auf 2,5 Millionen Euro, Manolis Saliakas (29) ebenso von 2,5 auf glatt zwei Millionen Euro wie der erst im Winter verpflichtete Mathias Rasmussen (28). Der über die gesamte Spielzeit verletzt ausgefallene David Nemeth steht jetzt ebenfalls bei 2,5 Millionen Euro (vorher drei Millionen).
Einige St. Paulianer mit großen Einbußen
Dann gab es noch Abstürze, die man ausschließlich an Einsatzzeiten und Leistungen festmachen kann. Zum Beispiel bei Connor Metcalfe (26), der erst zum Ende der Serie wieder eine Rolle spielte, was aber einen Verlust von 25 Prozent seines Werts (von zwei auf 1,5 Millionen Euro) nicht mehr verhindern konnte. Jannik Robatsch (21), im vorigen Sommer aus Klagenfurt geholt, blieb ohne Erstliga-Minute und verlor 100.000 Euro an Einstufung (jetzt 500.000 Euro). Und Taichi Hara entpuppte sich bisher als völliger Fehlgriff: Die 27-jährige Sturmhoffnung, im Winter mit großen Erwartungen aus Japan geholt, fasste nie Fuß und verlor entsprechend ein Drittel seines Werts (von 1,5 auf glatt eine Million Euro).
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Den vom Umfang her größten Verlust aber musste einer hinnehmen, bei dem es nach den ersten Spieltagen noch so ausgesehen hatte, als würde er durch die Decke gehen können. Aber den drei Treffern in den ersten drei Partien ließ Andréas Hountondji nur noch einen weiteren folgen, stattdessen säumten großes Verletzungspech und ein langes Leistungstief seinen Weg. Statt zuvor fünf Millionen Euro wird der 23-Jährige nun nur noch auf drei Millionen taxiert. Hountondji kehrt, wie der Klub am Dienstag bekanntgab, zum FC Burnley zurück.