Mit drei wichtigen Säulen: „Gaspedal“-Forderung von St. Pauli-Trainer Blessin
Die Hürde ist abermals hoch, aber das eigene Selbstvertrauen steht dem in nichts nach: Am Sonntag (15.30 Uhr) empfängt der FC St. Pauli Eintracht Frankfurt am ausverkauften Millerntor und will nach drei Siegen aus den letzten vier Partien ein nächstes Ausrufezeichen im Abstiegskampf setzen. Mit breiter Brust zwar, aber auch der Gewissheit, dass alles unter 100 Prozent an Leistungsbereitschaft zu wenig sein würde, um den positiven Lauf fortzusetzen.
„Wir müssen auf dem Gaspedal bleiben“, appellierte Alexander Blessin an die Seinen, „und diese Momentaufnahme richtig einordnen. So wie wir es auch geschafft haben, in der negativen Phase alles nüchtern zu analysieren.“ Der Trend ist unzweifelhaft der Freund der Braun-Weißen, aber erreicht haben sie noch gar nichts, merkte der Trainer an. „Wir haben 23 Punkte, und es ist nichts Neues, wenn ich sage, dass die am Ende nicht reichen werden. Wir haben unsere Auszeit in der Vorrunde genommen, und jetzt gilt es, weder an Intensität noch an Aggressivität nachzulassen.“
St. Pauli kann auf Ando und Fujita setzen
Und das mit zwei wichtigen Akteuren, deren Einsatz zumindest ein wenig in Frage gestanden hatte. „Wir haben heute einen Belastungstest mit Joel Chima Fujita und Tomoya Ando gemacht, und das sah gut aus. Beide sind fit, beide stehen zur Verfügung“, ließ Blessin wissen. Klar sei allerdings, dass die leicht verletzten Mathias Rasmussen und Karol Mets würden passen müssen, vermutlich auch noch am kommenden Freitag in Mönchengladbach. „Von daher haben wir ein paar Ausfälle zu beklagen, aber das haben wir ja nie negativ ausgelegt. Diejenigen, die auf dem Platz stehen, haben es immer versucht zu wuppen, das wird auch dieses Mal so sein.“
Kiezkicker Eric Smith ist zum zweiten Mal Vater geworden
Dazu wird auch Eric Smith zählen, der zwar ebenfalls eine Trainingseinheit am Mittwoch verpasst hatte, allerdings aus privaten Gründen: Der Schwede ist vor wenigen Tagen zum zweiten Mal Vater geworden. „Genau zum richtigen Zeitpunkt, wenn man das so sagen kann“, erklärte Blessin lächelnd. „Eric ist glücklich, alle sind gesund“.
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Was tatsächlich auch auf Andréas Hountondji zutrifft. Der Stürmer, der an einem Harriss im Sprunggelenk laborierte, hatte am Mittwoch erstmals komplett mit der Mannschaft trainiert. „Die Testungen bei ihm sind richtig gut gelaufen“, freute sich Blessin, das Comeback sei nicht mehr arg weit weg. „Er hat keine Reaktion gezeigt, hatte keine Schmerzen.“ Jetzt müsse noch an Kondition und Ausdauer gearbeitet werde, „und dann bin ich mir sicher, dass es nicht mehr lange dauern wird“.
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