Merkwürdiges Spiel mit Ex-St. Pauli-Liebling Medic – Angebote aus Deutschland
Es gibt Spieler, die bei den Fans des FC St. Pauli hohes Ansehen und viel Sympathie genießen, auch wenn sie schon seit geraumer Zeit nicht mehr das Trikot der Braun-Weißen tragen, und deren Wege dennoch weiterhin verfolgt werden. Jakov Medic ist einer dieser Spieler. Die Abwehr-Kante könnte schon bald wieder mehr ins Blickfeld rücken – und möglicherweise sogar die Wege mit dem Kiezklub kreuzen, zu dem es immer noch einen persönlichen Draht gibt.
Das Jahr 2026 ist bislang ein extrem herausforderndes für Medic. Das gilt weniger körperlich, sondern vielmehr mental. Fußball ist für den Verteidiger von Norwich City derzeit vor allem ein Geduldsspiel. Der 27-Jährige hat in den ersten Monaten des Jahres nur zwei von 18 möglichen Spielen bestritten – jeweils als Einwechselspieler in der Liga und im FA-Cup, davon einmal als Stürmer.
Innenverteidiger Jakov Medic bei Norwich City als Stürmer
Kein Witz: Im Ligaspiel gegen Sheffield Wednesday (2:0) war Medic nach einer guten Stunde Spielzeit als Mittelstürmer eingewechselt worden, was durchaus für Aufsehen sorgte. Trainer Philippe Clement begründete die merkwürdige Maßnahme mit der dünnen Personaldecke im Angriff der „Canaries“, der traditionell in Gelb spielenden „Kanarienvögel“, und pries zugleich die offensiven Qualitäten von Medic, der in seiner Zeit beim SV Wehen Wiesbaden als nomineller Verteidiger mehrfach im Sturm gespielt hatte und auch bei St. Pauli in der einen oder anderen Schlussphase von ganz hinten nach ganz vorn beordert worden war.

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Der Einsatz im Sturm macht vor allem deutlich, wie schwierig es für Medic ist, auf seiner Stammposition in der Innenverteidigung Spielzeit zu bekommen. Zuletzt: unmöglich.
Wertschätzung für Medic, aber so gut wie keine Spielzeit
Es ist eine sportlich unbefriedigende Situation für den Kroaten, der im Sommer 2025 von Bundesliga-Absteiger VfL Bochum, wo er als Profi von Ajax Amsterdam auf Leihbasis gekickt hatte, zum englischen Zweitligisten gewechselt war. Seit Clement im November Liam Manning als Trainer beerbt hat, geht es für Norwich City aufwärts, aber für Medic nach einem für ihn persönlich guten Saisonstart und regelmäßigen Einsätzen (insgesamt 15 Ligaspiele, zwölf von Beginn an) in die entgegengesetzte Richtung.
In der Winterpause hatte Medic mehrere Angebote, auch einige aus Deutschland, doch Norwich lehnte alle Anfragen für eine Leihe ab und schob einem Wechsel den Riegel vor, ohne dem Spieler mehr Spielzeit in Aussicht zu stellen. Zwar äußert Coach Clement immer wieder seine Wertschätzung für Medic, baut in der Abwehr aber weiterhin auf José Cordoba, den nordirischen Senkrechtstarter Ruairi McConville, den talentierten englischen U21-Nationalspieler Kellen Fisher und auch Harry Darling.
Kehrt Medic zurück? Interesse aus der Bundesliga
Medic ist aktuell auch nicht die erste Einwechseloption in der Innenverteidigung, was es auf seiner Position noch schwieriger macht, an Einsätze zu kommen – zumal die Mannschaft in diesem Jahr und insbesondere in den vergangenen Wochen sehr erfolgreich spielte, fünf der letzten sechs Spiele gewonnen hat und sich als Tabellen-10. noch Chancen auf die Aufstiegs-Playoffs ausrechnet.
ich der Werbevereinbarung zu.
Und jetzt? Der Vertrag von Medic bei den „Canaries“ läuft noch bis 2028, aber eine weitere Saison als Dauerreservist dürfte er sich nicht antun wollen. Vieles wird darauf ankommen, wie Norwich im Sommer plant. McConville ist heiß umworben und dürfte für eine zweistellige Millionen-Ablöse in eine europäische Top-5-Liga wechseln, auch Fisher ist im Visier von Premier-League-Klubs. Es wäre nur logisch, dass Norwich abwarten will, wie sich der Kader in der Innenverteidigung entwickelt. Medic wiederum dürfte so früh wie möglich Klarheit haben wollen.
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Das Interesse am Ex-St. Paulianer aus Deutschland ist indes nicht abgeflaut. Es gibt weiter Anfragen aus der Zweiten Liga und auch der Bundesliga, zum Teil konkret. Sollte Medic, dessen privater Draht zu St. Pauli-Keeper und Kumpel Nikola Vasilj weiterhin besteht, nach Deutschland zurückkehren, könnte es in der kommenden Saison wieder zu Duellen mit dem Kiezklub kommen. Nach MOPO-Informationen zählt St. Pauli nicht zu den Interessenten für eine Verpflichtung seines früheren Verteidigers.
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