Marktwert geht durch die Decke: Zwei Ex-St. Paulianer mit Millionen-Sprung

Igor Matanovic boxt die HSV-Eckfahne um.
Igor Matanovic traf in dieser Saison auch gegen den HSV.

Aufgrund der erfolglosen Saison und des logischen Abstiegs hatte es bei den neuen Marktwerten des Portals „transfermarkt.de“ fast ausnehmend Verlierer beim FC St. Pauli gegeben. Zwei ehemalige Kiezkicker hingegen machten enorme Schritte und sind zusammen jetzt 37 Millionen Euro schwer.

Zur Krönung einer überaus erfolgreichen Spielzeit fehlte am Ende nur das i-Tüpfelchen. Im Finale der Europa League stieß der SC Freiburg an seine Grenzen und verlor gegen das englische Top-Team von Aston Villa deutlich mit 0:3. Trüben konnte das die Entwicklung im Breisgau allerdings keineswegs, und zwei ehemalige St. Paulianer zählen zu den größten der zahlreichen Gewinner.

Igor Matanovic wurde beim FC St. Pauli groß

Zuvorderst ist das einer, der im Alter von sieben Jahren bei St. Pauli aufschlug und dort lange, lange bleiben sollte. Igor Matanovic durchlief sämtliche Nachwuchsteams bei den Braun-Weißen, unterschrieb logischerweise auch seinen ersten Profi-Vertrag beim Kiezklub. In jungen Karriere-Jahren zahlte der Stürmer noch Lehrgeld, inzwischen aber ist er auf internationalem Niveau angelangt. Der 22-Jährige wird für Kroatien bei der WM stürmen, in Freiburg wurde er spätestens im Lauf der Rückrunde zum unverzichtbaren Leistungsträger. Das schlägt sich auch in Zahlen nieder: Vorher bei zehn Millionen Euro taxiert, wird Matanovic jetzt bei 22 Millionen Euro eingestuft!

Philipp Treu schaffte bei St. Pauli den Durchbruch

Als Stürmer und Torjäger hat man es gewiss einfacher, in derlei Sphären vorzudringen. Als Außenverteidiger bzw. Schienenspieler ist das deutlich schwieriger, aber es ist nicht die erste Hürde, die Philipp Treu im Lauf seiner Karriere genommen hat.

In den zwei Jahren bei St. Pauli hatte er sich herausragend entwickelt und war schließlich im vergangenen Sommer zu seinem vorherigen Verein nach Freiburg zurückgekehrt. Und dort knüpfte er schließlich nahtlos an an die Eindrücke, die er auf dem Kiez hinterlassen hatte. Mit dem Resultat, dass der 25-Jährige seinen Marktwert um die Hälfte steigern konnte und jetzt bei satten 15 Millionen Euro (vorher zehn Millionen) liegt.

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Nahezu alle anderen Ex-St. Paulianer, die es noch in der Bundesliga gibt, haben sich dem braun-weißen Trend der Spielzeit angepasst. Was auch damit zu tun hat, dass sie vor allem bei Mitabsteiger 1. FC Heidenheim unter Vertrag stehen. Leart Paqarada (31), mit einem Kreuzbandriss nahezu die komplette Saison außer Gefecht, fiel von einer Million auf 800.000 Euro, Sirlord Conteh (29) von 1,5 auf 1,2 Millionen Euro. Keine Auf- oder Abstufung gab es bei Conteh-Bruder Christian (26, 1,5 Millionen Euro).

Zwei Ex-Kiezkickern droht noch ein herber Verlust

Noch offen ist die Einstufung zweier weiterer Ex-St. Paulianer. Weil Elias Saad (vom FC Augsburg) und Noah Weißhaupt (vom SC Freiburg) jeweils an Hannover 96 verliehen waren in der Rückrunde, wird ihr neuer Wert im Rahmen aller Zweitliga-Profis justiert werden. Es steht aber zu erwarten, dass das Duo seinen bisherigen Marktwert von je 2,5 Millionen Euro nicht wird halten können.