„Macht es Sinn?“ Wie Alex Blessin über Wolfsburgs Top-Stürmer Amoura denkt
Es ist ein Spieler des Gegners, doch Alexander Blessin kann sich mit Fug und Recht ein Urteil über ihn erlauben. Bei Union St. Gilloise hatte es St. Paulis Coach mit Mohammed Amoura zu tun, der längst für den VfL Wolfsburg auf Torejagd geht – oder eben für die Nationalelf Algeriens, mit der er am Samstag beim Afrika-Cup in Marokko die Segel streichen musste. Der 25-Jährige wird für das Duell am Mittwoch an der Aller sehnlichst zurück erwartet, aber wie sinnvoll wäre das?
Es gäbe verschiedene Möglichkeiten, wie man mit Spielern umgehen könnte, die ohne eine Pause gehabt zu haben von einem kontinental enorm wichtigen Turnier zurückkommen. „Man sieht es ja bei Leverkusen, die Edmond Tapsoba erst einmal ein paar Tage frei gegeben haben, um einfach runterzukommen“, erklärte Blessin. Was seinen ehemaligen Schützling angeht, so hält er sich natürlich mit Ratschlägen zurück, gibt aber einen kurzen Einblick ins Seelenheil des Profis.
St. Paulis Alex Blessin kennt Mohammed Amoura bestens
„Er liebt es, für sein Land zu spielen, und gibt da immer alles“, ließ Blessin wissen. Das Aus im Viertelfinale (0:2 gegen Nigeria) sei „eine Riesenenttäuschung“ gewesen, „das weiß ich“. Die Frage, die sich stelle, deren Antwort aber sein Wolfsburger Kollege rausfinden müsse: „Macht es Sinn, ihm ein paar Tage freizugeben? Wie schnell ist er vom Kopf her bereit für die Bundesliga? Ist er gleich wieder so heiß, dass er helfen kann?“ Ein eventuell lustloser Amoura werde gewiss schwierig.
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Was Blessin mitnichten negativ gewertet wissen will. „Manchmal ist er ein sehr starker Hitzkopf, aber ein ganz, ganz feiner, ein lieber Kerl“, erklärte der 52-Jährige. Kontakt zwischen den beiden besteht offenbar immer noch unregelmäßiger Natur, wobei Blessin erklärte: „Ich habe jetzt bewusst nicht mit ihm geschrieben. Aber ich weiß, dass die Enttäuschung bei ihm sehr groß ist, beim Turnier rausgeflogen zu sein.“
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