Louis Oppie: Ein Dauer(b)renner, der bei St. Pauli mit den Aufgaben wächst
Der Sprung war ein gewaltiger. Aus der 3. Liga, wenngleich vom Zweitliga-Aufsteiger und DFB-Pokalfinalist Arminia Bielefeld, war Louis Oppie im Sommer auf den Kiez gewechselt – und hat sich ad hoc im Team festgespielt. Noch ist er zwar nicht da, wo die Verantwortlichen ihn sehen, aber dem Mann kann man dabei zuschauen, wie er mit den Aufgaben wächst.
Mit den Erwartungshaltungen muss man grundsätzlich gut haushalten, wenn es um Zugänge beim FC St. Pauli geht. Fertige Spieler sind monetär nicht machbar, also kommen solche, denen ein Entwicklungssprung zugetraut wird. Louis Oppie ist so einer. Und es geht schrittweise vorwärts.
Louis Oppie auf Anhieb St. Pauli-Stammspieler
Dass man dem 23-Jährigen würde Zeit einräumen müssen, war entsprechend klar. Dennoch: Er war von Beginn an auf der linken Schiene gesetzt und stand nur beim FC Bayern nicht in der Anfangsformation. Zwar wirkte (und wirkt) er teils noch etwas gehemmt in Sachen Vorwärtsdrang, offenbarte vor allem zu Saisonbeginn Optimierungsbedarf im Stellungsspiel. Das aber sind Dinge, die normal sind bei einem, der zuvor zwei Ligen tiefer gespielt hatte.
Oppies Tatendrang wird auch dergestalt dokumentiert, dass er mit 167,5 gelaufenen Kilometern ligaweit auf Rang sieben zu finden ist. Zudem traf er bereits zweimal (einmal Liga, einmal Pokal). Was bisher noch nicht zum Tragen kam, ist eine seiner eigentlichen Stärken: Keine seiner 27 Flanken hatte ein Tor zur Folge.
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Was die Integration in der Gruppe angeht, gab es von Beginn an keinerlei Hindernisse. Oppie wirkt ausgesprochen umgänglich und offen für Neues, hat sich etabliert und seinen Platz gefunden. Zudem zählt er zu den Protagonisten, die nach jedem Spiel Rede und Antwort stehen.