„Hat man gesehen“: Lob nach Schnee-Einstand von St. Paulis Ando
Das Hamburger Wetter begrüßte Tomoya Ando am Freitag auf seine ganz eigene Weise. Um 11.08 Uhr stapfte der japanische Neuzugang des FC St. Pauli mit seinen Kollegen durch den Schnee zum hinteren Trainingsplatz, der gerade erst durch Mensch und Maschine von der weißen Pracht befreit worden war. Von einer Totenkopf-Mütze wohlbehütet, posierte der Verteidiger zuvor noch für die obligatorischen Begrüßungsbilder.
Als während der Einheit auch noch frischer Schnee auf die Kollaustraße rieselte, mögen St. Pauli-Veteranen wie Jackson Irvine oder Eric Smith ihm erzählt haben, wie sie vor genau zwei Jahren gerade ihre Koffer packten, um am 3. Januar 2024 zum Wintertrainingslager ins sonnige Benidorm zu fliegen. Doch das war Zweite Liga, als Erstligist muss St. Pauli schon am 10. Januar gegen RB Leipzig ran – und da soll Ando möglichst sofort helfen.
Fujita und Kambara können für Ando übersetzen
„Er bringt sehr viele Facetten mit, die uns guttun, und das hat man auch gesehen“, bilanzierte Trainer Alexander Blessin nach dem Training später und pries besonders „das Vorwärtsverteidigen, das mutige und starke Stellungs- und Kopfballspiel“ des 26-Jährigen. Verständigungsprobleme gebe es nicht. „Fußball ist multilingual“, betonte Blessin. Außerdem beherrscht neben Mitspieler Joel Fujita auch St. Paulis Zeugwart Kenta Kambara Japanisch.

Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt!
Diese Woche u.a. mit diesen Themen:
- Absturz eines Menschenfängers: Der HSV und die Causa Kuntz
- Der Kampf um Olympia: Der Fakten-Check
- „Wir waren Crash-Kids“: In den 90ern kriminell. Heute?
- Strategie-Wechsel im Block-Prozess: Für den Familienanwalt wird’s eng
- Große Rätselbeilage: Knobelspaß für jeden Tag
- 16 Seiten Sport: St. Pauli sucht Irvine-Ersatz
- 28 Seiten Plan 7: Dick Brave steuert auf Hamburg zu! Plus: Ausgeh-Tipps für jeden Tag
Insgesamt war der Coach mit der nichtöffentlichen Einheit zu Neujahr und dem öffentlichen Üben vor etwa 50 Schaulustigen am Freitag zufrieden: „Wir haben sehr energiereiches Training gesehen. Die Jungs waren gut drauf, haben viel gelacht und viel abgerufen.”
Das könnte Sie auch interessieren: Nach Verletzungs-Schock von Hountondji: So plant St. Pauli jetzt im Angriff
Nicht dabei war Schienenspieler Louis Oppie, der nach seinem Zusammenprall mit Torwart Nikola Vasilj beim 0:0 in Mainz unter einem Bluterguss im Oberschenkel litt. Der 23-Jährige bestritt aber eine Laufeinheit und könnte für das Spiel gegen Leipzig bereits wieder eine Option sein.
Anmerkungen oder Fehler gefunden? Schreiben Sie uns gern.