FC St. Pauli
Last Minute! Engländer wollten St. Pauli-Stürmer holen
Ein Premier-League-Absteiger fragte am Deadline Day überraschend für Ricky-Jade Jones vom FC St. Pauli an. Doch aus dem Transfer wurde nichts.
Man ging bereits davon aus, dass St. Pauli rund um den Deadline Day keinen weiteren Neuzugang präsentieren würde und die Kaderplanung für die diesjährige Saison mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bereits abgeschlossen ist. Und so kam es dann auch. Den Verein verlassen hat ebenfalls kein Profi mehr. Für einen St. Pauli-Stürmer soll es allerdings eine überraschende Offerte aus England von einem Premiere League-Absteiger gegeben haben.
Während auf der Abgangsseite in den letzten Wochen viel über Joel Chima Fujita und Eric Smith spekuliert worden ist, war es ansonsten still rund um den restlichen Kader von Trainer Marcel Rapp. Spätestens seit Dienstagabend 20 Uhr ist auch der Verbleib von Fujita Gewissheit, nachdem Eric Smith sich bereits nach der Niederlage gegen Kaiserslautern (1:2) zu seiner Zukunft geäußert hatte.
Stattdessen erhielt man am Dienstag kurz vor Schließung des Transferfensters in Deutschland offenbar noch ein Anfrage für einen anderen St. Pauli-Profi, der am vergangenen Sonntag nicht mal im Kader der Kiezkicker gestanden hatte: Die Wolverhampton Wanderers, vergangene Saison als Tabellenletzter der Premiere League abgestiegen, wollten sich im Sturm mit Ricky-Jade Jones verstärken und haben diesbezüglich nachgefragt.
Anfrage von der Insel für Ricky-Jade Jones am Deadline Day
Nach übereinstimmenden englischen Medien lehnte St. Pauli diese Anfrage jedoch direkt ab, wollte man doch keinen weiteren Spieler mehr - und schon gar nicht so kurzfristig - abgeben. So sagte Sportchef Andreas Bornemann bereits am Wochenende: „Im Moment sieht es danach aus, als wäre das die Mannschaft und der Kader. Damit sind wir sehr happy.“
Und so ist es nun eben auch. Der 29-köpfige Kader steht. Mit einem insgesamten Marktwert von 48,43 Millionen Euro (laut transfermarkt.de) ist man zumindest in dieser Statistik ein Aufstiegskandidat und belegt Rang zwei. Der VfL Wolfsburg ist hier wenig überraschend an der Spitze: mit einem Marktwert von stolzen 116,90 Millionen Euro.
Überangebot im Sturm - doch Jones bleibt in Hamburg
Nachdem St. Pauli vergangene Woche noch Youssoupha Niang vom 1. FC Köln ausgeliehen hatte, und dieser gleich im Kader stand und auch eingewechselt wurde, musste sich Jones derweil mit einem Platz auf der Tribüne zufrieden geben. Ein Dämpfer für den 23-Jährigen, der vor einem Jahr ablösefrei von seinem Jugendklub Peterborough United gekommen war.
Neben Taichi Hara, Martijn Kaars, dem genesenen Abdoulie Ceesay und Neuzugang Niang scheint Jones in der Rangliste der Stürmer unter Rapp abgerutscht zu sein. Ist für den flinken Flitzer also dauerhaft gar kein Platz mehr im Spieltagsaufgebot?
Scheinbar doch. Zumindest war man nicht bereit, den englischen Stürmer noch abzugeben. Zwar durfte Jones bisher in keinem der bisherigen Saison-Spiele starten, doch mit seinem Tempo und seiner guten Physis wird er im Verlauf der Saison sicherlich noch nützlich werden.
Für Jones wäre es die Rückkehr in die Heimat geworden
Wie Jones selbst zu der Möglichkeit, anstatt um den Bundesliga-Aufstieg um eine Rückkehr in die höchste englische Spielklasse zu kämpfen, denkt, ist unklar. Fakt ist, dass er mindestens bis zum Winter beim Kiezklub bleiben wird.
Einen Zweifel darüber, dass Jones auch auf St. Pauli weiterhin Vollgas geben wird und auf seine Spielzeit kommen wird, sollte allerdings nicht aufkommen. Denn eine lange Saison ist gerade erst gestartet.
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