Kompany schwärmt von St. Pauli – und bekommt ein besonderes Geschenk
Irgendwie kann man eigentlich gar nicht anders, als den Mann grenzenlos sympathisch zu finden. Vincent Kompany ist der perfekte Gegenentwurf zu all den Schreihälsen, die die aktuelle Welt aus den Angeln zu heben drohen. Der Coach des FC Bayern wirkt eigentlich immer souverän, in sich ruhend, respektvoll und in höchstem Maß emphatisch. Das war am Samstagabend nach dem 5:0-Kantersieg beim FC St. Pauli nicht anders.
Als er als ehemaliger HSVer (2006 bis 2008) gefragt wurde, wie er St. Pauli zu seiner aktiven Zeit von rund 20 Jahren wahrgenommen hat und wie er das heute tut, fand der Belgier einmal mehr ganz eigene und wertschätzende Worte. „Ich weiß nicht, ob die Leute es vielleicht noch merken“, sagte er nach kurzer Überlegung, „aber ich glaube, dass die Fußballkultur und die Fankultur hier einzigartig ist. Von Anfang bis Ende ist es kein Spiel wie ein anderes, es ist hier immer anders als egal wo sonst.“
Kompany: „St. Pauli verteidigt normalerweise sehr, sehr gut“
Deswegen, so fuhr Kompany fort, sei er auch „natürlich zufrieden mit unserer Leistung und dem Ergebnis, weil St. Pauli normalerweise immer sehr, sehr gut verteidigt. Sie bekommen ganz wenig Gegentore. Und dann hast du die gefährlichen Konter, die für die besondere Emotion in diesem Stadion sorgen können. Das, was wir hier gemacht haben, ist nicht selbstverständlich.“
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Das, was Kompany in Sachen Außendarstellung für die Münchner tut, ist es ebensowenig. Große Töne passen nicht in sein Repertoire, vielmehr geht er alle Sachen grundbescheiden an, ohne dabei allerdings zu zurückhaltend zu werden. Wenn Kompany etwas zu sagen hat, wie beim Rassismus-Vorfall rund um Vinícius Júnior beim Spiel in Lissabon, dann tut er das. Unmissverständlich, ohne Rücksicht auf Namen, direkt, ohne dabei Anstand und Würde hinten überkippen zu lassen.
Kiezklub schenkt Kompany Trikot zum 40. Geburtstag
Mit seiner Art hat er auch beim FC St. Pauli großen Respekt und Anerkennung gefunden, was sich am Samstagabend noch spät in einem Präsent niederschlug. Vincent Kompany war am 10. April 40 Jahre jung geworden, was die Verantwortlichen des Kiezklubs zum Anlass nahmen, ihm ein Sondertrikot mit der Rückennummer 40 und seinem Namen drauf zu schenken. Die fünf Treffer zuvor, auch wenn es teils so ausgesehen hatte, dürften nicht Teil des Pakets gewesen sein.
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