FC St. Pauli
Kommt nach der Flaute die Sturm-Wende? Acht St. Pauli-Angreifer im Check
Offensiv hakte es beim FC St. Pauli in den vergangenen zwei Jahren. Für die neue Saison scheint man hingegen bestens aufgestellt.
In den vergangenen beiden Bundesliga-Jahren war die Abteilung Attacke des FC St. Pauli so ein bisschen das durchweg kränkelnde Sorgenkind. 28 Tore anno 2024/25, ein Treffer mehr in der Abstiegssaison – mit nicht einmal einer Hütte pro Spiel im Schnitt ist schwer klarzukommen auf Dauer. Das soll sich im Unterhaus wieder ändern, wofür die taktische Herangehensweise von Neu-Coach Marcel Rapp sich bestens eignet. Und aktuell verfügt der Kader über so viele offensive Optionen, dass man sich auf dem Kiez im Angriff bestens aufgestellt fühlt. Für diese Profis geht es unter anderem im Trainingslager in Flachau darum, weiter Eigenwerbung zu betreiben.
Abdoulie Ceesay (22): Die letzten drei Spieltage der Vorsaison haben sein Standing abrupt und nachhaltig verändert. Mit den Toren gegen Mainz, in Leipzig und gegen Wolfsburg warf der Mittelstürmer all den Ballast der vorangegangenen 16 torlosen Monate ab, mit seinem Dreierpack in Babelsberg zeigte er, dass das alles kein Zufall gewesen ist.
Jones muss gesund bleiben, letzte Chance für Banks
Ricky-Jade Jones (23): Hat in seinen wenigen Bundesliga-Einsätzen gezeigt, dass er ein echter Faktor sein kann. Sein Speed ist nach wie vor beeindruckend und für den Gegner nicht zu verteidigen. Kann über beide Bahnen kommen, muss aber vor allem eins: gesund bleiben!
Scott Banks (24): Sagt von sich selbst, eine andere Version von ihm sei nach dem einen Jahr Leihe nach England (Blackpool, Barnsley) zurückgekehrt. Beim ersten Test in Altona zeichnete sich der Rechtsaußen gleich mal für die ersten beiden Tore hauptverantwortlich. Kämpft ersichtlich mit Herzblut um seine wohl letzte Chance auf St. Pauli.
Taichi Hara (27): In Babelsberg hätte er im Normalfall vermutlich zwei, drei Buden gemacht, der Japaner hatte aber merklich schwere Beine. Dennoch: Dass er überhaupt zu Chancen kommt, bestens ins Spiel eingebunden ist, ist schon mal sehr gut. Der Doppelpack von Altona war der Startschuss für den Zentrumsstürmer, dass er in Hamburg anzukommen gedenkt.
Hrgota und Kaars kennen die Zweite Liga bestens
Branimir Hrgota (33): Sein St. Pauli-Debüt steht zwar noch aus, doch beweisen muss der Neuzugang gar nichts mehr. Hrgota ist Vollstrecker, Vorbereiter und Strippenzieher in Personalunion und wird das Spektrum da vorne um einige Nuancen erweitern.
Martijn Kaars (27): Der Niederländer rennt weiterhin wie ein Irrer von A nach B nach C, nur jetzt halt zwanzig, dreißig Meter weiter vorne als in der vergangenen Saison. Er erzielte in jedem der Testspiele bisher einen Treffer und muss ob seiner Magdeburger Vergangenheit auch nicht mehr klarstellen, dass er 2. Liga kann.
Metcalfe mit WM-Boost, Sabah klopft oben an
Connor Metcalfe (26): Kann auf vielen Positionen kicken, unter anderem zentral hinter den Stürmern oder auf der rechten Außenbahn. Auch ihm dürfte es in die Karten spielen, welche Prämissen Rapp in den Vordergrund stellt – wenn er denn seine Wechselgedanken beerdigt. Sollte der Australier den Schwung aus Nationalelf und WM zu einem Ortswechsel nutzen wollen, würde St. Pauli sich doch noch nach einer Alternative auf dem Markt umschauen. Aber nur dann.
Haron Sabah (21): Der junge Mann, der erst vor einem Jahr vom USC Paloma aus der Oberliga gekommen ist, ist eigentlich für die U23 vorgesehen. Aber mit seinen unbekümmerten Auftritten bei den Profis – unter anderem gelang ihm in Emden auch ein Treffer – hat er in jedem Fall auf sich aufmerksam machen können.
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