Kommentar zu St. Paulis Tief: Team und Fans sind nur gemeinsam stark

St. Paulis Spieler stehen enttäuscht vor der Kurve
St. Paulis Spieler standen zuletzt häufig eher ernüchtert vor ihren Fans – wie hier bei der Heimniederlage gegen Freiburg.

Der vergangene Samstag bot schon Anlass zur Sorge. Natürlich zuvorderst, weil der FC St. Pauli beim 0:2 gegen Borussia Dortmund abermals ein Heimspiel ohne zählbaren Erfolg abgeschlossen hatte. Aber auch von der atmosphärischen Warte her kam man um den Eindruck nicht herum, dass da irgendwas passiert ist am Millerntor.

Dabei war es so stimmungsvoll losgegangen. Wie immer, wenn ein vermeintlich übermächtiger Kontrahent mit großem Namen am Heiligengeistfeld aufschlägt, stellten sich die Fans extrem lautstark hinter ihre Braun-Weißen und vermittelten so den Eindruck: Wir glauben an euch, ihr könnt das schaffen! Eine Halbzeit lang transportierte die Mannschaft, dass sie die Botschaft verstanden hatte, man schaukelte sich gegenseitig hoch – um dann gemeinsam schmerzhaft zu stürzen.

St. Pauli lebt auch von der Stehaufmännchen-Mentalität

Die beiden Gegentreffer kurz nach dem Seitenwechsel hatten in vielerlei Hinsicht eine niederschmetternde Wirkung. Zum einen merkte man den Profis anhand ihrer Körpersprache an, dass es der Rückschläge langsam mal genug ist, dass auch sie nur Menschen sind mit limitierten Kräften, wenn es darum geht, sich gegen immer wiederkehrende Frustsituationen zur Wehr zu setzen. Zum anderen war auch bei den Anhänger:innen zu spüren, dass eine Grenze erreicht war, was den unerschütterlichen St. Pauli-Optimismus anbetrifft. Und so gab es kein Aufbäumen, nicht auf dem Platz, nicht auf den Rängen.

Das ist komplett nachvollziehbar, schließlich wissen Spieler wie Fans um die Kernproblematik dieser Spielzeit. Wer kaum Tore schießt, holt selten Rückstände auf. Und trotzdem muss das, was sich da über nahezu die gesamte zweite Hälfte gegen Dortmund zutrug, eine einmalige Geschichte bleiben. St. Pauli braucht sich selbst in einer Situation wie der aktuellen.

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St. Pauli lebt seit Jahr und Tag von der Stehaufmännchen-Mentalität, davon, gemeinsam gegen Widerstände anzukämpfen, sich niemals entmutigen zu lassen. Mannschaft und Zuschauer:innen müssen – und das ist ja eigentlich die Regel – wieder eine Einheit im positiven Sinne bilden. Denn nur so werden die für den Klassenerhalt noch notwendigen Punkte am Ende auch auf dem Kiezklub-Konto landen.

Der vergangene Samstag bot schon Anlass zur Sorge. Natürlich zuvorderst, weil der FC St. Pauli beim 0:2 gegen Borussia Dortmund abermals ein Heimspiel ohne zählbaren Erfolg abgeschlossen hatte. Aber auch von der atmosphärischen Warte her kam man um den Eindruck nicht herum, dass da irgendwas passiert ist am Millerntor.