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Kommentar: Zeit für ein Husarenstück? St. Pauli kann nur gewinnen
Es ist eine Ausgangslage, die sie sich höchstpersönlich erarbeitet und somit redlich verdient haben. Der 3:1-Heimerfolg gegen Holstein Kiel hat den FC St. Pauli in Kombination mit den übrigen Resultaten des elften Spieltags herunterbugsiert von den Abstiegsrängen. Eine prima Position vor dem schweren Gang zum amtierenden Deutschen Meister. Auch weil die Kiezkicker vermutlich an diesem Wochenende nur gewinnen können.
Die Erwartungshaltung ist denkbar gering an den Aufsteiger, wenn am Samstag um 15.30 Uhr die Partie bei Bayer Leverkusen angepfiffen wird. Es ist freilich nicht so, dass den Braun-Weißen niemand etwas zutraut in der BayArena, die Anzahl der Menschen, die fest mit Zählbarem rechnen für die Mannen von Coach Alexander Blessin, dürfte indes deutlich in der Minderheit sein.
Meinung: St. Pauli hat in Leverkusen nichts zu verlieren
Das wird freilich keinen der Hamburger Profis daran hindern, die Maßgabe des Coaches mit Inbrunst umzusetzen, die da lautet: Man rechnet sich gegen jeden Gegner eine Chance aus. Zu verlieren aber hat der Neuling beim Titelträger nichts.
Vielmehr können die weiterhin personell arg gebeutelten Gäste ohne großen Druck in die Begegnung gehen, was untermauert wird durch die weiteren Ansetzungen des Spieltags. Schlusslicht VfL Bochum ist gegen Pokal-euphorisierte Bremer fast schon zum Siegen verdammt, was eine massive Hürde darstellt, wo der VfL doch noch ohne Dreier ist in dieser Spielzeit.
Die St. Pauli-Konkurrenten haben es auch richtig schwer
Holstein Kiel bekommt es mit Leipzigern zu tun, die sich im Pokal gegen Eintracht Frankfurt eindrucksvoll aus der Krise geballert haben. Und noch geringer als für St. Pauli in Leverkusen stehen wohl die Siegchancen für den 1. FC Heidenheim, der beim FC Bayern aufzudribbeln hat.
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Wenn sich also nichts Ungewöhnliches ereignet, bekleidet der FC St. Pauli auch nach Spieltag zwölf einen Nichtabstiegsplatz. Und hätte mit einer eigenen Überraschung die Möglichkeit, die Situation noch weiter zu verbessern. Mut und Zuversicht werden die Protagonisten aus den bisherigen Vergleichen mit Topteams ziehen: 0:1 gegen die Bayern, 1:2 in Dortmund, 0:0 gegen Leipzig – vielleicht ist in Leverkusen die Zeit für ein Husarenstück gekommen.