Kommentar: St. Pauli-Stürmer Maurides hat sich selbst disqualifiziert

Maurides wirkt beim St. Pauli-Training erschöpft und hält sich an einer Stange fest
Sind die Tage von Maurides beim FC St. Pauli gezählt?

Rund 300 Fans, zahlreiche Kamerateams und die wohl größte Schar an Medienvertretern, die es je gegeben hat bei einem Training des FC St. Pauli. Der vergangene Montag war ein besonderer Tag für den Kiezklub, der in seine erste Bundesliga-Vorbereitung seit 14 Jahren gestartet ist. Jeder schien diesem Tag entgegengefiebert zu haben. Nun ja. Mit einer Ausnahme vielleicht. Stürmer Maurides hat sich mit seinem Verhalten selbst für weitere Chancen disqualifiziert, kommentiert MOPO-Sportchef Frederik Ahrens.

Für Maurides kam der Tag zu früh. Der Brasilianer hatte in den vergangenen Tagen offenbar schon gemerkt, dass es ganz klug wäre, einen Personal Trainer zu engagieren und postete dann auch fleißig Bilder von seinen Übungen. Noch deutlich klüger aber wäre es gewesen, auch in den ersten sieben Wochen der Pause einen Lebensstil an den Tag zu legen, der einem Fußballprofi angemessen ist.

Vor dem ersten St. Pauli-Training: Maurides war nicht fit

Dass ein Spieler offenbar in einem derart schlechten Zustand zur Mannschaft stößt, der es nicht erlaubt, ihn am Teamtraining teilnehmen zu lassen, wäre schon in „normalen“ Zeiten schwer zu verstehen. Sich aber gehen zu lassen, im Wissen, dass mit dem Aufstieg eine enorme Herausforderung auf das Team und den Verein wartet, und dass mit einem neuen Trainer neue Impulse gesetzt werden und neue Chancen entstehen können, ist mit professioneller Einstellung tatsächlich vollends unvereinbar.

Maurides, der in seinen 16 Einsätzen über insgesamt nur 246 Minuten noch an keinem Tor für den FC St. Pauli beteiligt war, hat sich mit seinem Verhalten disqualifiziert für weitere Chancen, weil sein Verhalten auch für jeden Teamkollegen schwer zu akzeptieren sein wird. Jeder in der Mannschaft von Alexander Blessin muss wissen, dass der Klassenerhalt nur zu schaffen ist, wenn alle im Verein bereit sind, alles für den Erfolg zu geben.

Geräuschloser Wechsel wäre das Beste für Maurides

Intern wird man sich vermutlich einig sein beim FC St. Pauli, dass man nicht zwingend auf die Dienste des 30-Jährigen angewiesen ist in der kommenden Saison. Die Vertragsverlängerung von Andreas Albers durfte auch schon als Signal an Maurides gewertet werden, dass es nicht einfacher werden wird, Einsatzminuten zu ergattern.

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Nun sollte von beiden Seiten vor allem eines angestrebt werden: ein möglichst geräuschloser Wechsel.

Rund 300 Fans, zahlreiche Kamerateams und die wohl größte Schar an Medienvertretern, die es je gegeben hat bei einem Training des FC St. Pauli. Der vergangene Montag war ein besonderer Tag für den Kiezklub, der in seine erste Bundesliga-Vorbereitung seit 14 Jahren gestartet ist. Jeder schien diesem Tag entgegengefiebert zu haben. Nun ja. Mit einer Ausnahme vielleicht. Stürmer Maurides hat sich mit seinem Verhalten selbst für weitere Chancen disqualifiziert, kommentiert MOPO-Sportchef Frederik Ahrens.