Kommentar: St. Pauli schafft die Trendwende – auch dank der Fans
Es konnte ja nicht ewig so weitergehen. Die Weisheit, dass sich über einen Saisonverlauf hinweg Glück und Pech ausgleichen, hat nicht ohne Grund seit langem ihre Daseinsberechtigung. Und bei all dem Unheil, das dem FC St. Pauli bisher widerfahren war, musste die Trendwende irgendwann kommen. Jetzt, so fühlt es sich jedenfalls an, ist sie da.
Gut möglich, dass die Fans ein gerüttelt Maß Anteil daran haben, weil sie die Umkehr zum Guten provoziert haben am vergangenen Freitag vorm und beim Heimspiel gegen Hoffenheim. Der fantastische Empfang für die Mannschaft, als der Bus das Millerntor erreichte, hatte einen enormen Effekt auf die merklich angefassten Profis. Aber auch die transportierte Stimmung von An- bis Abpfiff: Hier wollen nicht nur die Sportler, sondern schlicht alle, die es mit dem Kiezklub halten, drei Punkte. Es war eine elektrisierende Atmosphäre – und ein Faustpfand auch für die Zukunft.
St. Pauli hat das Spielglück am Millerntor wiedergefunden
Während dieser gut 90 Minuten passierten aber auch noch andere Dinge, die wegweisend sein könnten. Denn das Spielglück ist zurück auf dem Kiez! Das war – gleichwohl natürlich auch hart erarbeitet – beim Siegtreffer der Fall, bei der letzten Situation, als Lars Ritzka Philipp Treu bei einem Klärungsversuch anschoss. Der Ball rollte vorbei, was vor wenigen Wochen gewiss noch anders gelaufen wäre. Und selbst die nächste strittige Schiri-Entscheidung gegen sich, keinen Elfer nach klarem Foul an Siebe Van der Heyden zu geben, blieb folgenlos.
In den Tagen danach setzte sich der Trend in wichtigen Teilen fort. Das betrifft natürlich vor allem die Personallage, die sich pünktlich zum Endspurt deutlich entspannt. Connor Metcalfe (nach knapp sechs Monaten) und Robert Wagner (nach vier) gaben nach je langer Verletzungspause ihr Comeback. Morgan Guilavogui soll in der kommenden Woche wieder ins Mannschaftstraining integriert werden, auch Karol Mets macht sichtbare Fortschritte.
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In diese allgemeine Gemengelage passten die Ereignisse des frühen Donnerstagvormittags deutscher Zeit, als am anderen Ende der Welt ein WM-Qualifikationsspiel Australiens stattfand. Dort traf der in der Liga noch torlose Jackson Irvine beim 5:1 gegen Indonesien gleich doppelt.