Kommentar: Bei St. Pauli deutet nichts auf einen Blessin-Abgang hin

Alexander Blessin lächelt erleichtert
Heiß begehrt: St. Pauli-Coach Alexander Blessin soll in Leipzig und Wolfsburg auf der Wunschliste sein.

Es geht auf die letzten Saison-Meter. Und als wären die nicht schon spannend genug, steigt die Betriebstemperatur der Gerüchteküche parallel in Richtung kochend. Dass dabei zuvorderst Namen fallen von Personen, die erfolgreich arbeiten, liegt in der Natur der Sache. Und so wird es niemanden verwundern, dass St. Paulis Trainer bereits mehrfach Gegenstand von Spekulationen ist.

Die „Sport Bild“ platzierte Alexander Blessin auf der Liste von RB Leipzig, auch in Zusammenhang mit dem Job beim VfL Wolfsburg wurde der 51-Jährige nun genannt. Und schon kommen die Erinnerungen wieder hoch an das Theater des vergangenen Sommers rund um Fabian Hürzeler und Brighton & Hove Albion. Aber droht dem Kiezklub tatsächlich wieder ein ähnliches Szenario?

Nichts deutet auf Wechsel von St. Pauli-Trainer Blessin hin

Derzeit deutet nichts darauf hin. Und das hat diverse Ursachen, die vor allem den Protagonisten persönlich betreffen. Blessin hat sich vom ersten Tag an zu einhundert Prozent auf den Kiezklub eingelassen, aufgesaugt, adaptiert. Wenn er über seinen Arbeitgeber spricht, seine Schützlinge, die Fans, überhaupt alles, dann wirkt das – analog zum Gesamteindruck des Ex-Profis – von Grund auf ehrlich und emotional.

Familienmensch Blessin ist eng mit seinen Spielern, sucht den Austausch, das Feedback. Es war gewiss keine leichte Aufgabe, die unter und mit Hürzeler so herausragend funktionierende Gruppe auf demselben Niveau, aber mit einer eigenen Art und Weise mitzureißen, doch es ist ihm gelungen. Zudem existiert auf höchster Ebene ein immer wieder betontes Vertrauensverhältnis zu Boss Oke Göttlich und Sportchef Andreas Bornemann, dessen Verlockungen Blessin auch deshalb nicht widerstehen konnte, weil es die Garantie gab, selbst bei einigen Rückschlägen in Folge in Ruhe weiterarbeiten zu können. Man wusste gemeinsam um die Höhe der Hürde Bundesliga.

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Es soll gemeinsam weitergehen. Nur irgendwas irgendwie Außergewöhnliches – und das ist weder Leipzig noch Wolfsburg – könnte da noch reingrätschen. Und dann? Würde St. Pauli im zweiten Jahr in Folge mehrere Millionen Euro mit einem Trainer-Transfer verdienen. Daran hat derzeit aber niemand Interesse.

Es geht auf die letzten Saison-Meter. Und als wären die nicht schon spannend genug, steigt die Betriebstemperatur der Gerüchteküche parallel in Richtung kochend. Dass dabei zuvorderst Namen fallen von Personen, die erfolgreich arbeiten, liegt in der Natur der Sache. Und so wird es niemanden verwundern, dass St. Paulis Trainer bereits mehrfach Gegenstand von Spekulationen ist.